Von Hus un Heimat
Als 17-Jähriger beim Freikorps
In jungen Jahren kämpfte Ulrich Gastler im Ruhrgebiet gegen die „Rote Armee“. Über die kasernierte Sicherheitspolizei gelangte er als Gendarmeriebeamter ins beschauliche Falkenburg. Von Harry Gastler Kolberg · Delmenhorst. Ulrich Gastler gehörte zu der Generation, die die Umbrüche in der deutschen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eindrücklich erlebte. Und das nicht ohne Blessuren. Er war kein Kriegsteilnehmer mehr...Ein Amtsarzt auf Abwegen
Als praktischer Arzt war Dr. Wilhelm Möhlfeld ein geschätzter Bürger der Stadt Delmenhorst. Doch seine Tätigkeit als Amtsarzt erscheint heute in einem zweifelhaften Licht. Von Frank Hethey mehr...„Wir dürfen nicht mithelfen am Neubau des Reiches“
Ausgerechnet patriotische Juden wurden im NS-Staat als „Assimilanten“ verunglimpft. Weitaus mehr Verständnis brachten die Rassenideologen den Zionisten entgegen. Von Frank Hethey Delmenhorst. Es muss die bis dahin schlimmste Stunde im Leben des jüdischen Möbelhändlers Siegmund Fink gewesen sein. Eine johlende Menge nötigte den ledigen Geschäftsmann am 12. August 1935, mit einer voluminösen Trommel am Hals durch die Straßen von Delmenhorst mehr...So hoch wie sechs Häuser
Mit einem großen Rummel eröffnete 1971 das Autokino am Reinersweg. Filmische Qualität hatte es freilich nicht zu bieten, Sex- und Horrorstreifen dominierten das Programm. Von Werner Garbas Delmenhorst. Im Juni 1971 herrschte in Delmenhorst Feststimmung. Eine Vielzahl von Veranstaltungen stimmte auf das Jubiläum 600 Jahre Stadtrecht ein. Aber auch kinematographisch galt es eine Novität zu feiern. Am 12. Juni eröffnete mehr...Die meisten Delmenhorster entstammen Zuwanderern
Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zog es zahlreiche Zuwanderer nach Delmenhorst. Erst unter Hitler erschien es vielen nicht mehr opportun, sich zu den alten Wurzeln zu bekennen. Von Paul Wilhelm Glöckner Delmenhorst. Delmenhorst im Jahre 2009, Ungefähr 78.000 Menschen aus über 100 Staaten bilden hier die Einwohnerschaft, was sich besonders in der Fußgängerzone zeigt. Türkische, russische, polnische Sprachfetzen drängen mehr...„Gehe mal nach Tante Blanke!“
Bei Tante Blanke sollte die sechsjährige Hilde ein paar Eier kaufen. Bei ihren Großeltern in Bremen waren die Kinder gern, am Abend saß der Opa im Lehnstuhl und las vor. Mit dem Schulbeginn brach der Zweite Weltkrieg aus. Von Hilde Andersson mehr...In den Zwangsurlaub geschickt
So reibungslos wie neuerdings behauptet ging der Abgang des Polizeiführers Walter Caspari keineswegs über die Bühne. Von einer einfachen Pensionierung kann keine Rede sein. Von Frank Hethey Delmenhorst · Bremen. In der Forschung hat Oberst Walter Caspari keinen leichten Stand. Schon allein wegen seiner Vergangenheit als Freikorpsführer gilt der Namensgeber der einstigen Kaserne an der Wildeshauser Straße als politisch fragwürdige mehr...Tanzbegeisterte zog es ins „Tapa“
Der legendäre Tanzpalast am Brendelweg, von den Delmenhorstern kurz und prägnant „Tapa“ genannt, war über Jahrzehnte die größte und schönste gastronomische Vergnügungsstätte für Tanzbegeisterte in der ganzen Stadt. Von Werner Garbas mehr...„Wäre ich frei wie du, würde ich sofort fahren“
Viele junge Menschen zog es in den frühen Nachkriegsjahren nach Schweden. Unter ihnen war 1952 auch die damals 20-jährige Hilde Hahn, eine gebürtige Delmenhorsterin. Von Hilde Andersson Delmenhorst. Im Herbst 1952 bekam ich einen Brief von Familie Bentrup. Sie berichtete, sie hätten Verwandte in Stockholm besucht und fragten mich, ob ich Interesse hätte, nach Schweden zu kommen. Es war verlockend mehr...Als Harry Lockart ein Fernsehstar
Der Filmgesellschaft 20th Century Fox erteilte Harry Leuckert eine unerwartete Absage. Dafür glänzte er im englischen Fernsehen als Gentleman-Killer vor einem Millionenpublikum. Von Sönke Ehmen Northumberland. Hatte Harry Leuckert bis Mitte der 1950er Jahre eher an kleineren Theaterproduktionen mitgewirkt, so gelang es ihm 1957 mit dem Stück „Das Tagebuch der Anne Frank“ die Aufmerksamkeit eines größeren Publikums zu gewinnen. Obwohl mehr...
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