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2008-02-08 - Ganderkesee
Vom Bahnhof aus gesehen sind die Kastanien auf dem Parkplatz des Grüppenbührener Hofs seit Jahrzehnten Blickfänge. FOTOS (3): Reiner Haase
Die Eiche und die Kastanie erinnern mit Bäumen in der Nähe an die dörflichen Wurzeln Elmelohs.
Der Ahornbaum hinterm Haus macht das schützenswerte Trio an der Urneburger Straße komplett. (3 Bilder)

Kleinklima lebt vom Erhalt mächtiger Bäume

Kastanien, Eichen und Ahornbäume sollen geschützt werden

Blickfang, Unterschlupf für allerlei Getier, Kleinklimaanlage mit Staubfilter: Die Gemeinde will acht alte Bäume unter Schutz stellen.
Von Reiner Haase
Ganderkesee. Auch ohne Laub sind die acht Bäume, die die Gemeinde unter besonderen Schutz stellen will, Blickfänge im jeweiligen Ortsbild. ,,Alle Bäume können noch einige Jahrzehnte stehen bleiben", ist Carsten Wünker, der Umwelt-Fachmann der Gemeinde, überzeugt. Und der Erhalt der beiden Kastanien am Grüppenbührener Hof, einer Eiche und einer Kastanie an der Ecke Neue Straße/Zur Wassermühle in Elmeloh sowie einer Eiche, einer Kastanie und zweier Ahornbäume an der Urneburger Straße bedeutet für den Experten mehr als nur Bewahrung einer schönen Optik. ,,So alte Bäume haben eine Vielzahl von Öffnungen und Hohlräumen für alles mögliche Getier. Die Blätter sind hervorragende Staubfilter, und sie kühlen das örtliche Klima ab."
FDP-Ratsherr Rainer Fortmann sieht die geplante Schutzverordnung für Bäume auf privatem Grund als Eingriff ins Privateigentum. Michael Sorg, Grüne, sieht das ganz anders: Eigentum verpflichte auch, sagte er in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses. ,,Und wenn einer der Bäume die Standfestigkeit verliert, darf er auch gefällt werden", so Sorg. Nur eben nicht nach Gutdünken der Eigentümer, sondern in Abstimmung mit dem Rathaus.

 
 
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