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2008-06-19 - Delmenhorst

,,IGS ohne Wenn und Aber"

SPD-Abgeordnete Hartmann für Neugründungen

Delmenhorst (ua). Mit einem eindringlichen Plädoyer für neue Gesamtschulen hat die SPD-Landtagsabgeordnete Swantje Hartmann auf den starken Elternwillen reagiert, den die neuen Anmeldezahlen an der örtlichen IGS gezeigt haben. 34 Prozent aller Schüler der zu Ende gehenden 4. Grundschulklassen in der Stadt sind an der IGS angemeldet worden. Von den 262 Wünschen können jedoch nur 120 erfüllt werden an der vierzügigen IGS.
Hartmann spricht sich für die ,,uneingeschränkte" Möglichkeit der Neugründung von Gesamtschulen aus . Maßgeblich für die Einrichtung neuer IGS müsse ,,ohne Wenn und Aber" der Elternwille sein.
Die dauerhaft hohen Anmeldezahlen an der Delmenhorster IGS bestätigten einmal mehr, dass Gesamtschulen für viele Eltern eine gewünschte Schulform seien.
,,Wir müssen aber verhindern, dass das pädagogische Konzept der IGS durch zusätzliche Klassen verwässert wird", mahnt die SPD-Abgeordnete. Zu große Schulen brächten auch soziale Konflikte. Statt Mammut-Schulen seien neue Gesamtschulen der richtige Weg. Die von der CDU/FDP vorgelegte Regelung ist nach Ansicht der Abgeordneten keine Lösung des Problems. Neue Gesamtschulen sollten durch die avisierte Abschaffung der jetzigen Begrenzungsrichtlinien bei den laufenden IGS offenbar weiter verhindert werden. Die Hürden für die Errichtung neuer Gesamtschulen seien bewusst so hochgelegt worden, dass sie kaum zu überwinden seien. Das betreffe insbesondere die vorgeschriebene Fünfzügigkeit und den dauerhaften Erhalt des jetzt bestehenden gegliederten Systems aus Haupt- und Realschulen und Gymnasien.
Die örtliche IGS hatte am Dienstag die neuen Anmeldungen beziffert (wir berichteten). Am heutigen Donnerstag endet die Anmeldefrist für das Max-Planck-Gymnasium und das Willmsgymnasium.

 
 
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