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Vogel aus Neuseeland Dieser Papagei riecht nach Honig und kann nicht fliegen

Von Malek Tellissi | 25.08.2022, 16:55 Uhr

Er galt schon 1970 als ausgestorben. Nun erholt sich die Kakapo-Population in Neuseeland langsam. Über einen Vogel, den es ohne menschliche Hilfe nicht mehr geben würde.

Er ist ein Papagei, aber kann nicht fliegen. Stattdessen galoppiert der Kakapo durch das Unterholz von Neuseeland. Der Name hat nichts mit dreckigen Hintern zu tun: Kakapo ist Maorisch und heißt „Nacht-Papagei”. Traurig: Der gelb-grüne Vogel ist vom Aussterben bedroht.

Deswegen versuchen Forscher mit allen Mitteln, die Tiere zu retten. Das Kakapo-Schutzprogramm und Experimente wie eine Sperma-Transportdrohne helfen offenbar: 2022 leben so viele Kakapos wie seit 50 Jahren nicht.

Momentan sind es 252 Kakapos, bestätigt Deidre Vercoe vom Department of Conservation (DOC). Zum Vergleich: Im Jahr 2019 waren es noch 204 Kakapos.

Zu schaffen machen dem Kakapo neue Fressfeinde. Menschen brachten sie nach Neuseeland. Katzen, Ratten und Wiesel haben es auf den bis zu vier Kilo schweren Papagei abgesehen. Das Problem: Kakapos wissen sich nicht zu verteidigen. Sie erstarren beim Anblick von Fressfeinden, anstatt zu flüchten.

Lust auf Malen? Das DOC bietet ein Kakapo-Ausmalbild an. Hier geht es zur Malvorlage.

Kakapo riecht besonders

Nicht nur sein Fluchtverhalten ist ungewöhnlich. Der Kakapo riecht nach Blumen und Honig. Biologin Lara Urban beschreibt den Geruch gegenüber dem Wissenschaftsmagazin „Spektrum“ „wie der moosige Waldboden, auf dem sie leben: sehr extrem – wie feuchte Erde.“

Auf Nahrungssuche macht der Papagei keine elegante Figur. Nachts klettert der Kakapo auf Bäume und findet dort sein Lieblingsessen: Samen. Der Kakapo ernährt sich nur vegetarisch. Wie ein normaler Vogel mit den Flügeln heruntergleiten kann er nicht mehr. Er plumpst stattdessen den kürzeren Weg vom Baum herunter. Denn die Flügel des Kakapos haben sich über die Jahre zurückgebildet.

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