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Zeugenhinweise gesucht Polizei ermittelt nach rechtsextremistischen Drohmails in Bremen

Von Eyke Swarovsky | 10.03.2020, 12:56 Uhr

Am Wochenende haben eine Bremer Moschee, eine Politikerin sowie eine Hilfsorganisation jeweils eine Drohmail mit rechtsextremistischem Inhalt erhalten. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein Mitarbeiter einer Moschee in Bremen-Gröpelingen überreichte am Montag den Objektschutzkräften der Polizei Bremen eine Kopie einer E-Mail. Das Schreiben vom 7. März enthielt rechtsextremistische Inhalte sowie Drohungen.

Am Samstag erhielt der Landesverband der Partei "Die Linke" mit Sitz in Bremen-Mitte eine weitere Drohmail, die an ein Mitglied der Partei adressiert war. Die Mail enthielt ebenfalls rechtsextremistische Inhalte. Die 57-jährige Politikerin suchte am Montag die Polizei auf und erstattete Anzeige.

Am Sonntag ging bei einer Hilfsorganisation für Geflüchtete in Bremen-Horn eine dritte Drohmail mit rechtsextremistischen Aussagen ein. Ein Mitarbeiter des Vereins meldete dies am Montag der Polizei und stellte Strafantrag.

Der Staatsschutz hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon (0421) 362-3888 entgegen.

In den vergangenen Wochen waren immer wieder Briefe mit einem unbekannten Pulver und rechtsextremistischem Inhalt in Bremen verschickt worden. Auch ging eine Bombendrohung bei einer Moschee ein.