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Mehrere Waffen gefunden Jugendlicher schießt in Bremen mit Schreckschusswaffe um sich

Von Eyke Swarovsky | 11.12.2019, 15:06 Uhr

Ein 19-Jähriger hat am Dienstagabend im Bremer Stadtteil Blumenthal einen Polizeieinsatz ausgelöst. Er hantierte mit einer Schreckschusswaffe auf einem Balkon und feuerte offenbar mehrfach um sich.

Gegen 18.45 Uhr meldeten Zeugen über den Notruf der Polizei, dass ein Mann auf einem Balkon an der Bürgermeister-Kürten-Straße mit einer Waffe Schüsse abgeben würde. Als die alarmierten Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich der mutmaßliche Schütze bereits zurückgezogen. In der Wohnung trafen die Polizisten lediglich die Mutter eines 19-Jährigen an.

Mehrere Waffen in Zimmer gefunden

Bei der Durchsuchung seines Zimmers fanden sie laut Mitteilung der Polizei zwei Schreckschusspistolen, mehrere Messer, diverse Schuss Schreckschussmunition und weitere Waffen. Diese wurden allesamt beschlagnahmt. Auf dem Balkon befanden sich mehrere leere Patronenhülsen. Als der 19-Jährige schließlich nach Hause zurückkehrte, zeigte er sich laut Polizei äußerst unkooperativ und uneinsichtig, außerdem trug er ein Butterfly-Messer bei sich. Gegen ihn wird nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Die Polizei warnt im Zusammenhang mit dem Einsatz vor dem Umgang mit Schreckschuss- und sogenannten Anscheinswaffen. Auf die Distanz oder bei Dunkelheit könne unter Umständen nicht immer sofort eine unechte Waffe erkannt werden und einen polizeilichen Einsatz auslösen. "Die Polizei muss Hinweise auf derartige Vorfälle sehr ernst nehmen und folglich zur Abwehr von Gefahren für andere und sich selbst so handeln, als sei die Waffe echt", schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung.