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Frau rennt schreiend davon Mann geht mit Schlange am Bremer Hauptbahnhof "Gassi"

Von Eyke Swarovsky | 22.07.2019, 13:45 Uhr

Einsatzkräfte der Polizei in Bremen haben sich am Wochenende mit zwei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz beschäftigt. In einem Fall ging ein Mann mit einer Schlange am Hauptbahnhof spazieren, in einem anderem Fall wurden vermutlich Giftköder ausgelegt.

Wie die Polizei berichtet, führte ein 38 Jahre alter Mann am Samstagnachmittag am Bahnhofsplatz eine 70 Zentimeter lange Kornnatter mit sich. Dabei stand er deutlich unter Alkoholeinfluss. Laut Passanten warf er das Tier in die Luft und hielt es vorbeilaufenden Menschen für Fotoaufnahmen hin. Eine Frau erschrak sich derart, dass sie schreiend die Flucht ergriff. Die Polizei beendete das Szenario und brachte die Kornnatter in eine Tierpraxis. Gegen den 38-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Giftköder in Huchting ausgelegt?

In einem zweiten Fall beobachteten Spaziergänger am Sonntagabend zwei Frauen, die im Park Links der Weser in Richtung Grollander Deich gingen. Eine trug Handschuhe und warf immer wieder Köder in Büsche. Dabei verhielten sich die beiden Frauen verdächtig und schauten sich immer wieder um. Die Passanten riefen die Polizei. Kurz vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte warf eine der Frauen die Tüte mitsamt Handschuhen in die Ochtum. Die Polizei konnte die beiden 27 und 52 Jahre alten Verdächtigen stellen und zur Identitätsfeststellung mit zur Wache nehmen. Sie verweigerten die Aussage. Die Feuerwehr konnte die Tüte mitsamt Brotködern aus dem Wasser fischen. Die Beweise wurden sichergestellt und werden nun nach möglichem Gift untersucht. Auch hier hat die Polizei ein Verfahren wegen des Verdachtes eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen dauern an.