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Selbstjustiz in Huchting Bremer schlagen Täter nach mutmaßlichem Sexualdelikt zusammen

Von Jan Eric Fiedler | 30.08.2019, 17:40 Uhr

Nachdem seine Freundin am Donnerstag in einem Bus in Huchting von einem Mann sexuell belästigt worden sein soll, schlug ein 24-Jähriger gemeinsam mit zwei weiteren Männern auf diesen ein. Die Polizei ermittelt jetzt wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung und wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die 20-jährige Frau war laut Mitteilung der Polizei am Donnerstagabend in einem Bus auf der Kirchhunchtinger Landstraße unterwegs, als sie von einem 24-jährigen Mann angesprochen wurde. Dabei soll er sie am Oberschenkel angefasst haben. Hierzu wurde von der Polizei eine Strafanzeige gefertigt.

Frau ruft Freund zur Hilfe

Als der Mann aus dem Bus gestiegen war, rief die Frau per Telefon ihren Lebenspartner. Der machte sich daraufhin mit weiteren Männern auf den Weg, um den 24-Jährigen zu suchen. Als sie ihn schließlich an der Huchtinger Heerstraße entdeckten, schlugen die drei Männer auf ihn ein. Die alarmierten Einsatzkräfte beendeten die Auseinandersetzung. Die Polizei ermittelt jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Polizei warnt vor Selbstjustiz

Die Polizei Bremen weist ausdrücklich darauf hin, dass Strafverfolgung Aufgabe der Justiz und der Polizei ist. "Durch eine (Rache-) Aktion machen sie sich gegebenenfalls selbst strafbar. Damit helfen sie weder dem Opfer, noch den Strafverfolgungsbehörden", warnt die Polizei. "Selbstjustiz ist keine Form der Zivilcourage."