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Politiker erholt sich noch Bremer AfD zieht mit Frank Magnitz an der Spitze in den Wahlkampf

Von dpa | 21.01.2019, 14:06 Uhr

Von dem gewaltsamen Angriff hat sich der AfD-Politiker Magnitz noch nicht ganz erholt. Kürzer will er trotzdem nicht treten. Im Gegenteil: Er will noch aktiver in der Landespolitik werden.

Landeschef, Bundestag und demnächst auch Landtag? Der AfD-Politiker Frank Magnitz führt seine Partei nun auch als Bremer Spitzenkandidat in den Bürgerschaftswahlkampf. Er hoffe auf ein zweistelliges Ergebnis bei der Bremer Landtagswahl im kommenden Mai, sagte Magnitz am Montag. Die Partei hatte am Sonntag 13 Kandidaten für die Bremer Landesliste nominiert. Journalisten waren auf dem Parteitag nicht zugelassen. Unbekannte hatten Magnitz vor zwei Wochen in Bremen angegriffen und schwer verletzt. (Weiterlesen: Überfall auf AfD-Politiker: Jetzt spricht der Handwerker aus Papenburg)

Der 66-Jährige sitzt für die AfD bereits im Bundestag. Das Mandat werde er auch bei einem Einzug in die Bürgerschaft weiter ausüben, sagte Magnitz. Die große Koalition in Berlin werde voraussichtlich nicht mehr lange Bestand haben. „Wir gehen davon aus, dass wir im Herbst Neuwahlen haben werden." Solange sei es machbar, beide Mandate zu erfüllen. Auch für Bremerhaven hat die AfD bereits eine Landesliste mit fünf Kandidaten erstellt. Auf Platz 1 steht Vize-AfD-Chef Thomas Jürgewitz.

Magnitz hatte Wahrnehmungsprobleme bei Angriff

Von dem gewaltsamen Angriff vor zwei Wochen hat sich Magnitz noch nicht ganz erholt. „Es gibt noch einige Einschränkungen, aber ich bin guter Hoffnung, dass sich das in nächster Zeit geben wird." Zu seiner Aussage, die Täter hätten ihn mit einem Kantholz geschlagen, sagte er: „Ich hatte massive Wahrnehmungsprobleme in dem Moment. Ich kann es heute nicht mehr sagen. Die Beeinträchtigung zu dem Zeitpunkt war doch etwas größer."

Die AfD hatte nach dem Überfall mitgeteilt, die Täter hätten Magnitz mit einem Kantholz geschlagen und ihn mit Füßen gegen den Kopf getreten. Ein Überwachungsvideo zeigt jedoch, dass ein Mann Magnitz von hinten schlägt und dieser zu Boden stürzt. Magnitz sagte, er würde sich wünschen, dass ein unabhängiger Gutachter sich das Videomaterial erneut anschaue. Die Polizei habe ihn vergangene Woche erneut befragt. Über den Stand der Ermittlungen habe er aber keine Kenntnisse. (Weiterlesen: Internes Schreiben: Magnitz wollte mit Foto "mediale Betroffenheit" erzeugen)

Seit der Attacke in der Nähe des Theaters hat Magnitz eigenen Angaben nach böse Anrufe und E-Mails erhalten - seiner Meinung nach, weil er zurzeit besonders in der Öffentlichkeit steht. „Ich messe dem keinen besonderen persönlichen Effekt zu. Das sind die normalen Anfeindungen, die andere auch haben", sagte er.