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Ausraster am Bremer Flughafen Betrunkener Seemann nach Kung-Fu-Einlage in Bremen verhaftet

Von Eyke Swarovsky | 07.01.2016, 13:23 Uhr

Der abenteuerliche Angriff eines sturzbetrunkenen 32-jährigen Fluggastes am Bremer Flughafen endete am Mittwoch mit einer Bauchlandung und einer aufgeplatzten Lippe.

Wie die Bundespolizei in einer Mitteilung schreibt, nahm der „zahnlose Tiger“ gegen 18.10 Uhr sein Gebiss aus dem Mund, steckte es in die Hosentasche und sprang im Anschluss mit gestrecktem Bein zwei Bundespolizisten auf Kopfhöhe an. Die Beamten wichen aus, er flog vorbei – „seine Kung-Fu-Einlage blieb wirkungslos, und so klickten die Handschellen.“

Flugkapitän weist Betrunkenen ab

Zuvor wurde der 32-jährige Seemann laut Bundespolizei wegen seines Alkoholpegels und rüpelhaften Benehmens durch den Flugkapitän vom Boarding nach Amsterdam ausgeschlossen. Daraufhin weigerte er sich vehement, den Sicherheitsbereich zu verlassen. „Zwei Bundespolizisten, die ihn zunächst beruhigen wollten, hatte er sich im Kreis des Publikums von 60 wartenden Fluggästen spontan als Sparringspartner ausgesucht“, schreibt die Bundespolizei. Bei seiner missglückten Attacke zog sich der Angreifer eine Platzwunde an der Lippe zu.

Blutentnahme und Strafanzeige

Die Beamten der Bundespolizei nehmen den Angriff mit Humor. So heißt es im Polizeibericht weiter: „Nachdem sein Repertoire finsterer Flüche gegen die Bundesbeamten verhallt war, folgte der Bereitschaftsrichter seinem sachlichen Antrag: Blutentnahme und Gewahrsamnahme nebst einer Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.