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Ausstellung in Bremen Kenianische Comics zeigen anderes Bild von Afrika

Von Thomas Kuzaj | 10.08.2016, 17:09 Uhr

Comics aus Amerika und Europa sind hierzulande sehr populär. Die afrikanische Comicszene ist dagegen noch weitgehend unbekannt. Eine Ausstellung von Comics aus Kenia in der Bremer Stadtbibliothek soll das nun ändern.

Comics – ein weltumspannendes Medium, eine weltumspannende Kunstform. Comics aus Afrika zum Beispiel sind demnächst in einer Ausstellung zu sehen, die der Bremer Verein Kulturnetz, das Goethe-Institut Kenia, die Stadtbibliothek und der panafrikanische Verein gemeinsam vorbereiten und präsentieren. Sie wird am Dienstag, 6. September, um 18 Uhr im Altbauring der Zentralbibliothek (Am Wall 201, früheres Polizeihaus) eröffnet. Eintritt: frei.

Weg von Krankheit, Krieg und Krisen

„Die Ausstellung ,Ink & Pixels‘ bietet einen umfassenden Überblick über die kenianische Comic-Szene“, heißt es in einer Ankündigung. „Sie soll helfen, den Blick in Deutschland zu verändern, in dem ,Afrika‘ gerne als Chiffre für Krankheit, Krieg und Krisen gesehen wird. Stattdessen soll eine eigenständige nationale Comic-Kultur präsentiert werden, die ihre eigene Geschichte und Protagonisten hat.“

Projektleiter Gregor Straube (Kulturnetz) spricht von der „wilden und wundersamen Geschichte des kenianischen Comics“ – und zitiert damit den Untertitel der Schau. Straube und der kenianische Comic-Zeichner Paul „Maddo“ Kelemba kommen zur Eröffnung.

Coming-Workshop und Führung

Die ursprünglich vom Goethe-Institut Kenia ausgerichtete Ausstellung wurde von Chief Nyamweya und Kimani wa Wanjiru kuratiert und im vergangenen Jahr in Nairobi präsentiert. „Sie beschränkt sich nicht auf einen historischen Rückblick, sondern richtet auch einen Blick auf das aktuelle Comic-Geschehen in Kenia und zeigt eine lebendige und aktive Szene“, heißt es in der Bibliothek.

Neben der Vernissage ist ein Comic-Workshop für Jugendliche mit Paul „Maddo“ Kelemba geplant. Außerdem gibt es eine öffentliche Führung mit Kelemba – sie beginnt am Sonnabend, 10. September, um 14 Uhr. Dabei wird er Einblicke in die jeweiligen Comic-Kulturen und seine langjährigen Erfahrungen als Comic-Künstler, Karikaturist und politischer Kommentator in Kenia geben.

Die Ausstellung ist bis zum 8. Oktober zu sehen.