Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Denkmalgeschützter Bau saniert Schluss mit bröckelnder Fassade am Bremer Volkshaus

Von Martin Kolbe | 28.07.2015, 22:05 Uhr

Zehn Monate hat die Sanierung der Fassade des denkmalgeschützten Volkshauses, Sitz des Amtes für soziale Dienste, im Stadtteil Walle gedauert. 1400 Klinker sind ausgetauscht, 800 Quadratmeter Fugen erneuert und 130 neue Fenster eingesetzt worden. Die Sanierung war notwendig, weil herabstürzende Ziegel- und Mörtelstücke eine Gefahr für Passanten darstellten.

Besonders stark verfallen war die Sonnenseite mit ihrer 1700 Quadratmeter großen Fassade. Ursache der Schäden an dem 1928 fertiggestellten Gebäude waren korrodierende Stahlträger im Mauerwerk der Außenfront. Diese erzeugten Risse in den Steinen und ließen Fugen platzen. Zudem sorgten sie dafür, dass sich Fassadenteile nach außen wölbten und abzustürzen drohten.

Erst eine Öffnung der Fassade zeigte, dass das Haus in Stahlskelettbauweise errichtet wurde wobei ein Gerüst aus Stahlträgern ausgemauert wird. Bauzeichnungen liegen für das Gebäude an der Ecke Hans-Böckler-Straße/ Auf dem Kamp nicht vor. Im Zuge der Sanierung wurden korrodierte Träger ausgebaut oder aufwändig freigelegt, gesäubert und mit Korrosionsschutz versehen. Außerdem wurden die Sockel der sechs Skulpturen des Bildhauers Bernhard Hoetger auf Standfestigkeit geprüft. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf eine Million Euro und damit etwas unterhalb des veranschlagten Etats von 1,2 Millionen Euro.