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Ehemaliges Fischerquartier Neue Hinweisschilder zum Schnoor-Viertel

01.01.2016, 19:38 Uhr

Das ehemalige Fischerquartier Schnoor mit seinen kleinen Häusern und Gassen sowie Geschäften und Gastronomie wird von vielen Bremern gemocht und ist auch bei Besuchern der Stadt beliebt. Allerdings hat der Stadtteil eine etwas verdeckte Lage zwischen den Straßen Altenwall, Tiefer und Domsheide. Schon seit den 80ern gibt es kleine Hinweispfeile, die den Weg zum Schnoor zeigen. Jetzt sind vier größere Hinweispfeile hinzugekommen.

Optisch sehen beide Arten von Pfeilen gleich alt aus. Das liegt an dem besonderen Werkstoff, aus dem sie gefertigt sind: Emaille. „Schilder aus Emaille sind selten. Ihr Aussehen passt gut zum Schnoor“, sagt Sonja Spörhase, die bei der City-Initiative Bremen speziell für den Schnoor zuständig ist.

Die neuen Hinweispfeile finden sich am Treppenabgang an der St.-Johannis-Schule nahe der Haltestelle Domsheide, in der Straße Ostertor und am Stavendamp. Ein eckiges Emaille-Schild hängt am Treppenaufgang Weserufer.

Freie Grafik

Hinweis-Pfeile zeigen ein Gemälde mit Häusern aus dem Schnoor, das der Bremer Designer Fritz Haase in den 80ern angefertigt hat. „Ich und mein Team haben damals jedes Haus einzeln gezeichnet. Die heutigen technischen Mittel gab es damals noch nicht“, sagt Haase. „Wir haben die dann in der Grafik frei angeordnet, also anders als in der Realität.“

Am Landherrnamt prangt zweifellos ein Highlight. Ein Graffito mit einer Fläche von über 60 Quadratmetern zeigt eine überarbeitete Form der Grafik von Haase. „Das Original war zu bunt. Das Verkehrsressort befürchtete, die vielen Autofahrer könnten abgelenkt werden“, sagt Adem Sahantürk von der Agentur ATX Artworks, die das Graffito produziert hat.

Susanne Schilp aus Berlin ist nicht zum ersten Mal im Schnoor, und sie findet den Stadtteil problemlos. Die neuen Hinweisschilder sind ihr nicht aufgefallen. Angesprochen auf diese, sagt sie: „Die können sicher helfen.“

Grafitto am Landherrnamt

Bremen-Besucher Markus Metschl aus Wildeshausen hat die Schilder ebenfalls nicht wahrgenommen. „Das Graffito am Landherrnamt sieht eher aus wie ein Gemälde an einer Wand als wie ein Hinweis“, sagt er. In einem Punkt sind sich die beiden Bremen-Besucher aber einig: Das Graffito und die Emaille-Schilder sehen schön aus.

Insgesamt haben die Neuerungen 25000 Euro gekostet. Hinter dem Projekt steht eine breit aufgestellte Arbeitsgruppe von Akteuren aus dem Schnoor, Wirtschafts- und Bauressort, Wirtschaftsförderung, Handelskammer und City-Initiative.