Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Einsätze in Belm und Alfhausen Gewitter tobt über Bremen und Niedersachsen

Von dpa | 01.06.2016, 07:17 Uhr

Starkregen und heftiger Wind sorgten am Dienstagabend für Überflutungen und umgestürzte Bäume in Bremen und Niedersachsen. Feuerwehr und Polizei müssen allein in der Region Hannover über 220 Mal ausrücken. In Alfhausen und Belm streikt die Kanalisation an einer Unterführung.

Ein heftiges Gewitter mit Starkregen hat Feuerwehr und Polizei in Bremen und der Region Hannover zahlreiche Einsätze beschert. Einsatzkräfte mussten in Bremen am Dienstagabend rund 30 geflutete Keller leer pumpen, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwoch sagte. Auch in der Feuerwache selbst wurde der Fitnessraum mit Sportgeräten überschwemmt. Da die Löschfahrzeuge mit den Tauchpumpen und Wassersaugern im Einsatz waren, konnten die beiden verbliebenen Feuerwehrleute nur machtlos zusehen. (Weiterlesen: Fischzucht in Ostercappeln von Regen überflutet)

Einsätze in Alfhausen und Belm

In Alfhausen rückten die Einsatzkräfte aus, weil eine Straßenunterführung mit Wasser voll lief. Die Kanalisation konnte die Wassermengen nicht mehr bewältigen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Einen halben Meter hoch stand das Wasser in der Unterführung. Feuerwehr und Polizei sicherten die Gefahrstelle ab. Kurzzeitig durfte kein Auto die Unterführung passieren.

(Weiterlesen: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen?)

Kurzer, aber heftiger Regen ließ die Feuerwehr Belm in der Nacht dreimal ausrücken, um Keller leer zu pumpen. Auf Facebook teilte die Feuerwehr mit, dass das Kanalsystem „kurzzeitig überfordert“ gewesen sei und das Wasser aus zahlreichen Gullidekceln sprudelte. Einige seien sogar hochgedrückt worden. Die Feuerwehr wies zudem darauf hin, dass sie bei geringen Wassermengen (etwa im Keller) nicht tätig werden kann, weil die Pumpen „erst ab ca. zehn Zentimeter wirksam arbeiten“.

Zum Glück keine Verletzten in Bremen

Auch zwei Straßenunterführungen wurden in Bremen überschwemmt, wie der Feuerwehrsprecher sagte. Verletzt wurde niemand. Zudem seien durch das Gewitter zahlreiche Alarmanlagen an Häusern ausgelöst worden.

In der Region Hannover stürzten durch das Unwetter mehrere Bäume um. Auch hier musste die Feuerwehr zahlreiche geflutete Keller leer pumpen. In der Wedemark und Neustadt am Rübenberge rückten die Einsatzkräfte rund 220 Mal aus. Genaue Angaben zu den Schäden gab es am Mittwochmorgen zunächst nicht.

Weiterlesen: Nach dem Unwetter kommen jetzt die Mücken