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Finale der „Maritimen Woche“ in Bremen Bremen feiert Fisch, Fett, Fusel und Drachenboote

Von Jörg Esser, Johannes Eicholz | 18.09.2016, 21:51 Uhr

Der Drachenboot-Cup ist fester Bestandteil des Schlusstages der „Maritimen Woche“ in Er ist einer der Anziehungspunkte an der Schlachte, die sich an diesem Wochenende als maritime Meile herausgeputzt hatte.

Leere Drachenboote, volle Verpflegungszelte, die Trommeln sind kurzzeitig verstummt: es ist Pause beim Drachenboot-Cup an der Schlachte. Pause nach der Vorrunde, Ruhe vor den Finalläufen. Angespannte Ruhe. Aber auch entspannte Ruhe. Die Hobby- und Freizeitsportler studieren die Starterlisten, feilen an der Taktik, motivieren sich. Weiter geht’s. Hinein in Boote. Hinaus auf die Weser.

16 Paddler pro Boot

Der Drachenboot-Cup ist fester Bestandteil des Schlusstages der „Maritimen Woche“. 16 Paddler pro Boot, dazu Steuermann am Heck und ein Trommler am Bug. Oder so. 29 Teams sind dabei. Dazu zählen eine schlagstarke Truppe aus Syke, die für das Kinderhospiz Löwenherz antritt, aber auch die „KK Dragons“ aus Oyten, die „Slowmotions“ aus Oldenburg, die „Schachtpiraten“ aus Peine, „Wellenbrecher“, die „Bremer Drachen Musikanten“, die „Cargosoft Muppets“, die „Torpedos“ und „Käpt’n Iglos Crew“ aus Bremerhaven.

Jedes Team hat Fanklub

Und jedes Team hat offenbar einen Fanklub dabei. Laut wird es nämlich bei jedem Lauf und vor allem bei jedem Zielleinlauf. Der Drachenboot-Cup ist einer der Anziehungspunkte an der Schlachte, die sich an diesem Wochenende als maritime Meile herausgeputzt hat. Schiffe liegen an den Anleger und laden zur Besichtigung. „Open Ship“, heißt das. Das Angebot trifft den Nerv der Besucher. Der historische Seenotrettungskreuzer „Bremen“, der zwischen Teerhof- und Bürgermeister-Smidt-Brücke liegt, zieht jede Menge Schaulustige an. Die Schneiders aus Wesel sind just an diesem Wochenende zu einer Familienfeier nach Bremen gereist. „Da muss man die Chance doch nutzen, Seeluft zu schnuppern.“ Nun denn. Der Einwand, dass die Seelust ja doch noch einige Kilometer entfernt sei, stört die Rheinländer nicht. „Maritime Atmosphäre ist das auf jeden Fall.“

Kajenmarkt an der Schlachte

So sei es. Atmosphäre ist alles. Und da ist ja auch noch der Kajenmarkt an der Oberen Schlachte. Höchst maritim. Es riecht nach Fisch, Fett und Fusel. „Romantisch hier“, sagt ein Mädchen im Kindergartenalter. Kann man so eigentlich nicht stehen lassen. Aber was soll’s. Die Kleine bekommt ein Eis.

Jede Menge Infos bekommen diejenigen Besucher der „Maritimen Woche“, die hinunter ans Weserufer gehen und die Verpflegungsstände hinter sich lassen. Sozusagen stadtauswärts verläuft die Forschungsmeile. 19 Forschungseinrichtungen haben 15 Pagodenzelte aufgebaut. Hochschulen, Institute und Museen servieren Wissenschaft vor allem spielerisch. Das kommt an.