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Gebiet um Rathaus ist tabu Hier darf in Bremen geböllert und gefeiert werden

29.12.2015, 20:48 Uhr

In Bremen kann man schön Silvester feiern, aber nicht überall dürfen Feuerwerksartikel gezündet werden. Ein breites Angebot an verschiedensten Veranstaltungen bietet die Gastronomie.

Die Hansestadt bietet viele Möglichkeiten, ein buntes Silvester zu verleben. Wer dort Raketen starten und Böller zünden will, sollte zuvor aber einiges beachten.

Verboten ist die Zündung von Feuerwerkskörpern rund um das Rathaus und den Roland. Da das Verbot für einen Umkreis von 150 Metern gilt, ist auch das Gebiet um den Dom und die Kirche „Unserer Lieben Frauen“ betroffen. Auch das Hafengebiet ist für Silvesterfeuerwerke tabu. Zum Flughafen muss ein Abstand von 1,5 Kilometern eingehalten werden, um den Flugverkehr nicht zu gefährden. In der Nähe von Krankenhäusern, Kinder- und Seniorenheimen und Kirchen dürfen grundsätzlich keine pyrotechnischen Gegenstände abgebrannt werden. Neu ist für Hobby-Feuerwerker zu diesem Silvester eine Bitte aus dem Hause der Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz. Das Ressort schließt sich dem Aufruf der Johanniter an, keine Feuerwerke in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften abzubrennen, um so auf die Kriegstraumata der geflüchteten Menschen Rücksicht zu nehmen. Die Flüchtlingsunterkünfte sind weit über die Stadt verteilt, darunter sind Zelte und viele Turnhallen.

Wer einen schönen Blick über die Pracht der vielen privaten Feuerwerke haben will, ist mit einem Besuch am Osterdeich oder der Schlachte an einem guten Ort. Auch die Weserbrücken werden gerne von Schaulustigen und Feuerwerklern besucht. Von dort aus kann man Raketen über der Weser aufsteigen lassen.

Ein besonders breites Angebot bietet die Bremer Gastronomie – auch für Menschen, die von der Silvesterknallerei lieber möglichst wenig mitbekommen wollen. Eine sicher nicht leise Fluchtmöglichkeit bieten die fünf Areas der Diskothek Aladin ab 22 Uhr. Für 15 Euro (20 Euro Abendkasse) steht auch die Live-Band Free Steps auf dem Programm. Einen stilvollen Jahresausklang mit Gala Buffet und Big Band gibt es im Bremer Ratskeller. Der stolze Preis liegt allerdings bei 129 Euro. Für sieben Euro (zehn Euro Abendkasse) bietet das Lagerhaus auf drei Floors einen Tanz der Kulturen mit World-Music, Urban Beat und vielem mehr.

Der Club Moments bietet am Silvesterabend die Party „GayCANDY“ ab 22 Uhr an. Diese Party findet monatlich statt und richtet sich an Schwule, Lesben und Transsexuelle sowie deren Freunde. Von 22 bis 23 Uhr gibt es gratis Prosecco für die Besucher. Der Eintritt kostet acht Euro im Vorverkauf und zehn Euro an der Abendkasse. Ihr Glück zum Jahreswechsel können die Besucher der Spielbank Bremen versuchen. Für 30 Euro bzw. 32 Euro (Abendkasse) gibt es einen Begrüßungscocktail. Von 19 bis 23 Uhr finden Auftritte des Saxofonisten Karsten Glinski statt. Außerdem werden Snacks und ein Cocktail zum Jahreswechsel serviert. Festlich-elegante Kleidung wird verlangt.