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Gleis 1 in Bremen gesperrt Zwei Güterzugwaggons in Bremen entgleist

Von Eyke Swarovsky | 30.11.2017, 17:07 Uhr

In Bremen sind am Donnerstagmorgen zwei Güterzugwaggons entgleist. Rund 1500 Meter der Strecke und zwei Weichen müssen erneuert werden. Es gibt Änderungen im Zugverkehr nach Delmenhorst und Oldenburg.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei in der Nacht zu Donnerstag gegen 1.13 Uhr. Der Güterzug bestand aus 49 Waggons, die mit Kohlen beladen waren und befand sich auf der Fahrt von Wilhelmshaven über Oldenburg und Bremen nach Minden und gehört zu einem privaten Eisenbahnunternehmen.

Lagerschaden lässt Achse verspringen

Kurz nach der Durchfahrt auf Gleis 1 des Bremer Hauptbahnhofes entgleiste der 43. Waggon mit einem Drehgestell durch einen Lagerschaden. Als er neben der Spur lief, konnte der Lokführer den zusätzlichen Rollwiderstand zunächst nicht bemerken.

Auf einer Länge von rund 1500 Metern wurden Bahnschwellen und zwei Weichen zerstört.

Automatische Bremsung durch abgerissene Bremsleitung

Vor der Eisenbahnbrücke über der Sankt-Jürgen-Straße riss die beschädigte Achse ab und verkeilte sich unter dem nachfolgenden Waggon. Dadurch blieb er im Schotterbett stecken. Es folgte eine automatische Zwangsbremsung, als bei der Trennung der Waggons auch die Bremsleitung abgerissen ist.

Gleis 1 in Bremen gesperrt

Gleis 1 des Bremer Hauptbahnhofes ist voraussichtlich bis zum Freitag gesperrt. Jedoch können Züge Richtung Oldenburg über Gleis 2 umgeleitet werden. Der Personenverkehr Richtung Hannover ist nicht beeinträchtigt.

Millionenschaden erwartet

Der Neubau des beschädigten Gleises wird nach ersten Begutachtungen mehrere Wochen dauern. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar, beträgt voraussichtlich aber mehr als eine Million Euro.

Ermittlungen laufen

Gemeinsam mit der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung ermittelt die Bundespolizeiinspektion Bremen in jede Richtung. Es ist zu klären, ob menschliches oder technisches Versagen verantwortlich für den Unfall ist. Nähere Angaben zur Unfallursache sind laut Bundespolizei in den nächsten Tagen noch nicht zu erwarten.