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Hund aus Bremen in Berlin entdeckt Happy End für Frauchen und entführten Hund „Püppy“

Von Eyke Swarovsky | 14.01.2016, 11:37 Uhr

Anfang Januar verschwand in Bremen-Gröpelingen der Yorkshire Terrier „Püppy“ spurlos. Die 25 Jahre alte Besitzerin entdeckte ihren Hund bei einem Onlineportal wieder und erstattete Anzeige. Nach Ermittlungen durch die Polizei konnte „Püppy“ bei mutmaßlichen Dieben in der Hauptstadt aufgefunden werden.

Am 2. Januar entlief der 25-Jährigen Halterin beim Gassi gehen die sechs Jahre alte Yorkshire Terrier Dame, die auf den Namen „Püppy“ hört. Wenige Tage später entdeckte eine Freundin von ihr bei einem Internetauktionshaus ein Inserat, in dem ein Yorkshire Terrier in Berlin für 340 Euro zum Kauf angeboten wurde. Anhand des Bildes erkannte die Bremerin eindeutig ihre vermisste „Püppy“ wieder. Während sie Strafanzeige bei der Polizei Bremen stellte, nahm eine Cousine laut Polizeibericht telefonischen Kontakt mit dem Anbieter des Hundes auf und vereinbarte einen „Besichtigungstermin“.

Zivile Einsatzkräfte als „interessierte Kunden“

Über den Bremer Kriminaldauerdienst wurde die Polizei Berlin um Amtshilfe gebeten. Diese schickten Anfang der Woche zwei zivile Einsatzkräfte als vermeintlich kaufinteressierte Kunden zum Besichtigungstermin. In der Wohnung entdeckten sie einen Yorkshire Terrier, den die Verkäufer angeblich vor drei Wochen in Berlin von einem unbekannten Mann vor einem Einkaufscenter erworben hätten. Eine Überprüfung des Chips ergab, dass es sich bei dem Tier tatsächlich um die vermisste „Püppy“ handelte.

Ermittlungen wegen Hehlerei

Die Besitzerin des Hundes hatte sich mit einem Leihwagen ebenfalls auf den Weg nach Berlin gemacht und konnte den vermissten Hund überglücklich wieder in Empfang nehmen. Gegen die 22, 23 und 50 Jahre alten Familienmitglieder mit Bremer Wurzeln wird wegen Unterschlagung und Hehlerei ermittelt.