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In Zentralbibliothek Ausstellung in Bremen: „Wasser ist Leben“

Von Jörg Esser | 26.07.2016, 19:45 Uhr

Über 780 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Tendenz: steigend. Eine Ausstellung in der Bremer Zentralbibliothek weist ab August auf das Thema hin.

„Der Zugang zu Trinkwasser ist ein Grundbedürfnis und ein Kinderrecht“, heißt es in Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonvention. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Weltweit verfügen über 780 Millionen Menschen nicht über sauberes Trinkwasser. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge werden im Jahr 2025 rund 1,8 Milliarden Menschen in Regionen mit großer Wasserknappheit überleben müssen. Der Mangel an sauberem Wasser führt unweigerlich zu Krankheiten. Durch verschmutztes Wasser sterben pro Jahr etwa drei Millionen Menschen; darunter 1,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren.

Hintergründe zu Trinkwasserversorgung

Die Ausstellung „Wasser ist Leben“ stellt exemplarisch das Leben am Wasser in unterschiedlichen Ländern dar, beleuchtet verschiedene Gefährdungen sowie deren Ursachen und Hintergründe und geht auf die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ein. Zugleich stellt sie aber auch Initiativen vor, die sich gegen die ungehemmte Ausbeutung und Zerstörung der Natur wehren. Sie wollen erreichen, dass ihre Gewässer auch in Zukunft als Geschenk der Natur erhalten bleiben.

Vom Montag, 1. August, bis Donnerstag, 1. September, zeigt die Arbeitsgruppe Bremen des Kinderhilfswerk Terre des Hommes die Ausstellung in der Ring-Galerie im zweiten Obergeschoss der Zentralbibliothek. Die in der Ausstellung gezeigten Projekte sind vielfältig: In Nepal werden durch den Bau von Leitungen Haushalte mit sauberem Wasser versorgt, die vorher verschmutztes Flusswasser verwenden mussten. Durch „Einfangen“ von Nebel wird in einer trockenen Region von Peru dringend benötigtes Wasser gewonnen.