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Mittel für Raumfahrtforschung Bremen fördert Leuchtturmprojekte

10.12.2015, 18:30 Uhr

Die Wirtschaftsdeputation hat am Donnerstag, 10. Dezember, dem Bremer Luft- und Raumfahrt-Forschungsprogramm 2020 zugestimmt. Für den jetzt von der Deputation beschlossenen Zeitraum bis 2018 stehen 6,55 Millionen Euro zur Verfügung.

„Es werden primär kleine und mittlere Unternehmen gefördert, gefolgt von Instituten und Großunternehmen“, sagte Carsten Ullrich, beim Senator Arbeit, Wirtschaft und Häfen unter anderem für den Bereich Industrie zuständig.

Der Antrag wurde zwar einstimmig angenommen, doch Jörg Kastendiek (CDU) betonte, dass die Zustimmung seiner Partei „mit Bauchschmerzen“ erfolge. Er vermisste konkrete Ziele und Instrumente, die den Erfolg des Programms messen. Andreas Kottisch, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD betonte, dass es durchaus konkrete Aussagen zu Zielen des Rahmenprogramms gäbe. „Es sollen zwei bis vier große Leuchtturm-Projekte gefördert werden und dazu fünf bis zehn kleinere Projekte“, so Kottisch. „Ein weiteres Ziel ist, Mieter für das Baustoff-Forschungszentrum Ecomat zu finden.“ Der Staatsrat des Wirtschaftsressorts, Ekkehart Siering, betonte die Dringlichkeit des Antrags. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um im Dezember 2016 mit den Projekten erfolgreich beim Ministerrat zu sein“, sagte Siering.

Auf dem Programm stand zudem noch die Kajen-Sanierung im Bremerhavener Kaiserhafen. Die sogenannte Bananenkaje erfüllt die heutigen Anforderungen nicht mehr und muss in Anbetracht bevorstehender Schiffbauaufträge an der Bremerhavener Lloyd-Werft schwerlasttauglich gemacht werden.

Kastendiek bemängelte hier das Fehlen einer Einschätzung der Wirtschaftlichkeit und einer Aufschlüsselung der Kosten. Iven Krämer, beim Senator für Wirtschaft zuständig für Hafenentwicklungsplanung, begründete dies damit, dass man der Kostenkalkulation der Bewerber-Firmen nicht vorgreifen wolle. Elias Tsartilides (SPD) betonte die Verantwortung Bremens, notwendige Infrastruktur vorzuhalten.