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Nordwest Awards vergeben Preise für innovative Projekte der Metropolregion

Von Martin Kowalewski, Martin Kolbe | 11.05.2016, 22:09 Uhr

Herausragende Firmen, Projekte und Institutionen der Metropolregion wurden bei der zweiten Verleihung des NordWest Awards im Bremer GOP-Theater am Dienstagabend vorgestellt.

Dreimal gab es den Hauptpreis: 10.000 Euro sowie die Produktion eines professionellen Imagefilms.

Die drei Gewinner stehen mit ihrer Ausrichtung exemplarisch für die Ausrichtung der Metropolregion Nordwest. So steht das Projekt „Additive Fertigung für die Luftfahrt“ für den Beginn eines neuen Abschnitts in der Geschichte des Flugzeugbaus. Dabei wird mithilfe des metallischen 3D-Drucks das Material von Flugzeiteilen mittels eines Lasers aufgeschmolzen. Das Metall verhärtet sich, das neue Bauteil entsteht so Schicht für Schicht. Das Projekt entstand durch den Flugzeugteilproduzenten Premium Aerotec in Varel und einem Netzwerk, an dem auch Ausbildungsrichtungen beteiligt sind. Erstmals erreichen derart gefertigte Teile die extrem hohen Sicherheitsstandards der Flugzeugindustrie.

Mehr Sicherheit an der Küste schafft das Projekt „Flutschutz – innovativer Hochwasserschutz“. Die Idee hinter dem Projekt kam Bärbel Koppe, als sie beim Elbhochwasser mit anpackte. „Wir packen das viele Wasser ein in Tüten mit bis zu 800 Litern und stützen damit die Deiche“, sagt Köppel. „Das ist viel leichter zu schaffen als mit den normal verwendeten Sandsäcken. Auch der spätere Abtransport klappt besser.“ Besonders freut Koppe, dass sie das Konzept in drei Forschungsprojekten an der Hochschule Bremen weiterentwickeln kann.

„Das Projekt ,Integration von Geflüchteten‘ gibt eine Antwort auf die größte Herausforderung des Jahres 2015“, sagte Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) bei der Verleihung. „Bei dem Projekt wurde schon zu einem frühen Zeitpunkt begriffen, dass die Aufgabe der Integration nicht nach ein paar Monaten vorbei ist.“ Auf die Beine gestellt hat dieses Projekt der in Oldenburg ansässige gemeinnützige Verein pro:connect. Im Rahmen des Projektes bringt dieser arbeitssuchende Flüchtlinge und potenzielle Arbeitgeber zusammen. Zudem organisiert er Praktika zur Orientierung, Ausbildungs- und Arbeitsplätze und hilft auch bei Förderlücken.

Weitere fünf Finalisten wurden bei der Preisverleihung vorgestellt. Dabei handelte es sich Projekte, die aus der Gesamtzahl von 90 Bewerbungen herausragten. Das Start-Up feelSpace aus Osnabrück etwa präsentierte einen Navigationsgürtel, der durch Vibrationen Richtungen anzeigt. Das hilft etwa Blinden bei der Orientierung oder auch Seglern, da diese sich den Nordpol anzeigen lassen können. Der Verein Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft, ansässig in Bremerhaven, engagiert sich für die Zukunftschancen von Schülern und Studierenden im Rahmen des Projektes „Gemeinsam Zukunft bewegen“. Unter anderem führt der Verein mit den Schülern von Oberschulen und Gymnasien Unternehmensplanspiele durch.