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Premiere für neue Geisterbahn Bremer Osterwiese: Es geht rund in 26 Metern Höhe

Von Martin Kowalewski | 18.03.2016, 18:39 Uhr

Auf der Osterwiese sind einige spannende Neuheiten neben vielen Klassikern zu sehen. Darunter die neue Geisterbahn „Scary House“ und ein verrückter Flughafen.

Bremen. Die Schausteller auf der Osterwiese haben geöffnet: Vier Losbuden, zwei Autoscooter, 75 Imbissbuden und elf Fahrgeschäfte warten auf die Gäste. Darunter sind auch einige Neuheiten. Weltpremiere feiert auf der Osterwiese die nagelneue Geisterbahn „Scary House“. Ihr Betreiber Harry Hansla hat die neuesten 3-D-Videoeffekte aus den USA eingebaut. Elektronische Projektionen mit Schockfaktor warten auf die Gäste. Natürlich warten auch klassische Horrorpuppen auf die Gäste sowie einige menschliche Schreckfiguren, die etwa zur Kettensäge greifen. Bereits ein Blickfang ist der Friedhof vor der Geisterbahn mit vielen Totenköpfen und anderen Utensilien, die Hansla, Sohn eines Geisterbahnbetreibers und nach eigenen Angaben in einer Geisterbahn aufgewachsen, selbst gebaut hat. Dennoch soll die schaurige Fahrt familiengeeignet sein. Kostenpunkt: drei Euro.

Mit bis zum Fünfachen ihres Körgergewichts werden die Fahrgäste in der Überschlagsschaukel „The King“ in den Sitz gedrückt und dabei bis zu 26 Meter in die Luft geschleudert. Die Gondeln an der Schaukel drehen sich ´zudem im Kreis und überschlagen sich zusätzlich durch das Gewicht der Mitfahrenden. Kurzum: Es geht richtig rund. Besitzer Andreas Zinnecker lässt die Fahrt von einem Computer steuern. „Bei einer manuellen Steuerung würde den Gästen schlecht werden. Der Computer macht das so, dass die auch wiederkommen“, sagt Zinnecker. „Im Schnitt übergibt sich in zehn Tagen ein Fahrgast.“ Die Fahrt dauert dreieinhalb Minuten und kostet fünf Euro.

Am Ende wartet die Notrutsche

Der „Chaos Airport“ ist ein Laufgeschäft für die ganze Familie mit eigenem Irrgarten und vielen kleinen Überraschungen. Die Gäste des verrückten Flughafens treffen zwar auf kein Flugzeug, aber laufen über wackelnde, von Wasser umgebene Platten. Koffer stehen im Weg und drehen sich hin und her. Ordentlich vernebelt ist das Raucherzimmer. „Ich habe die Idee auf dem Flughafen in Bangkok gehabt. Da war ein gläsernes Zimmer von drei mal fünf Metern. Es war voll mit dichtem Rauch, eben das Raucherzimmer“, erzählt die Besitzerin des „Chaos Airport“, Andrea Haberkorn. Natürlich liegt auch eine Notrutsche auf der Strecke und am Schluss eine drehende Trommel. Nach dem Rundgang wartet auf kleine Gäste ein zehn Meter hoher Kletterturm. Der Eintritt liegt bei 3,50 Euro.

Rudolf Robrahn, ehemals Betreiber großer Fahrgeschäfte wie „Frisbee“, ist mit „Frozen Joghurt“ auf der Osterwiese. Der Name ist Programm: Es gibt gefrorenen, fettarmen Joghurt, obendrauf kommen Früchte oder Süßes und eine kalte oder heiße Soße. Verkauft wird der Joghurt in einem kleinen Turm, die Gäste können auf das Dach steigen und während des Genusses dem Trubel kurz entkommen. Das Ganze kostet drei bis fünf Euro.

Leckereien zum Mitnehmen bietet eine Schokoladenmanufaktur mit Bruchschokolade, schokoumhüllten Früchten oder auch Kakao am Löffel, produziert vor Ort und in vielfältigen Geschmacksrichtungen.

Um 18 Uhr wurde die Osterwiese offiziell durch den Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) im Marktzelt „Riverboat“ eröffnet. Mäurer verabschiedete dabei den bisherigen Marktmeister Raimund Klug und sagte, man müsse überdenken, ob dieses Amt weiterhin auf sechs Jahre begrenzt sein sollte.

Geöffnet ist die Osterwiese bis Sonntag, 3. April, täglich von 13 bis 23 Uhr. Am Karfreitag, 25. März, bleibt der Rummel allerdings geschlossen.