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Rentnerin mit Sexhotline reingelegt Bremer Polizei warnt vor teuren „Liebesgrüßen“

Von Thomas Breuer | 18.12.2016, 13:36 Uhr

Ein Einsatz der Bremer Polizei führte am Sonntagmorgen von Gröpelingen nach Haiti.

Bei einer 71 Jahre alten Bremerin hatte gegen 6.30 Uhr das Telefon geklingelt. Am anderen Ende der Leitung nahm sie eine wimmernde Stimme wahr und vermutete, dass es sich dabei um ihre 57 Jahre alte Freundin aus Gröpelingen handeln könnte. Umgehend rief sie zurück.

Wieder hörte sie die Geräusche und verständigte sofort die Polizei. Das Lagezentrum entsandte einen Streifenwagen zu der Freundin.

Vermeintliches Opfer gesund und munter

Die 57-Jährige wurde von den Einsatzkräften gesund und munter angetroffen und beteuerte, keinen Anruf getätigt zu haben. Nun wurde die 71 Jahre alte Bremerin aufgesucht und die Polizisten betätigten an ihrem Telefon die Rückruftaste. Auch sie nahmen jammernde, stöhnende und schwer identifizierbare Geräusche wahr. Über den Kriminaldauerdienst wurde der Anschluss ermittelt: Die Rufnummer führte nicht zu einer hilflosen Frau, sondern zu einer kostenpflichtigen Erotik-Hotline mit Sitz auf Haiti.

Auch am Telefon: Polizei rät zur Vorsicht

Die Polizei ermittelt jetzt wegen Betruges und rät: „Rufen Sie keine Nummer zurück, die sie nicht kennen. Es können hohe Kosten entstehen.“