Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Ungar darf nicht mit nach Herzlake Laszlo Kleinheisler ein Fall für Eichin?

Von Carsten Sander | 10.08.2016, 01:32 Uhr

Das Trainingslager in Herzlake findet ohne ihn statt. Laszlo Kleinheisler ist nicht dabei, wenn sich Werder Bremen den Feinschliff für die Saison holt. Was ein klares Zeichen dafür ist, dass der Ungar in den Planungen keine Rolle spielt.

Zwar gilt er offiziell wegen seiner Adduktorenverletzung als nicht herzlaketauglich, doch angeschlagen sind andere auch und dennoch im Emsland dabei – siehe Florian Grillitsch. Kleinheislers Berater Michael Nagy bestätigt nun, was Werder-Sportchef Frank Baumann bislang nur angedeutet hatte: „Laszlo soll ausgeliehen werden.“ Wohin? Notfalls auch in die zweite Liga, meint Nagy: „Für uns kommt auch das infrage.“

Wechselt Kleinheisler zu 1860 München?

Weil der Gang eine Liga tiefer nicht ausgeschlossen ist, kommt 1860 München ins Spiel. Dort agiert mittlerweile Thomas Eichin, der Kleinheisler (22) im Winter zu Werder geholt hatte, als Manager. Sein Interesse an dem rothaarigen Ungarn hatte Eichin schon vor einigen Wochen bekundet. „Sollte Junuzovic bei Bremen bleiben, könnte mit Kleinheisler was gehen“, hatte er gesagt. Und am Dienstag wurde der ehemalige Werder-Geschäftsführer am Weserstadion gesehen. Auf Nachfrage wollte er sich aber nicht zu einer möglichen Kleinheisler-Leihe äußern: „Ich gebe keine Auskünfte zu Spielern von Werder Bremen.“ Rein privat war sein Bremen-Besuch aber auch nicht, sagte der 49-Jährige.

Sein Nachfolger Frank Baumann bestätigte zwar, Eichin am Sonntagabend getroffen zu haben, aber nur „aus Zufall“, ein geschäftliches Zusammenkommen habe es nicht gegeben.

Wie Eichin zu Spielernamen mag sich Michael Nagy nicht zu Vereinsnamen äußern. Der Berater streicht aber heraus, dass es für Laszlo Kleinheisler „enorm wichtig“ ist, nach dem für ihn positiven EM-Auftritt am Ball zu bleiben: „Laszlo braucht die Spielpraxis – auch für seine Zukunft im Nationalteam. Es ist jetzt die Zeit für ihn, zu zeigen, dass er richtig ‘was kann.“ Das könne in Liga zwei geschehen, besser aber in Liga eins, wie Nagy betont: „Wir wären froh, wenn es die erste deutsche Liga wird.“ Spätestens in der kommenden Woche rechnet er mit einer Entscheidung.