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Waffengeschäfte mit der Türkei Razzia bei Bremer Rüstungsfirma wegen Schmiergeldverdacht

Von dpa | 13.01.2016, 18:35 Uhr

Ermittler haben das Rüstungsunternehmen Atlas Elektronik wegen möglicher Schmiergelzahlungen bei Waffengeschäften mit der Türkei durchsucht.

Es bestehe der Verdacht, dass Firmenverantwortliche türkische Amtsträger bestochen haben könnten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Die Ermittler stellten am Dienstag und Mittwoch Geschäftsunterlagen und Datenmaterial auf dem Firmengelände sicher. Der „Weser-Kurier“ hatte zuvor über die Razzia berichtet.

Ermittlungen seit 2013

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit 2013 gegen Atlas Elektronik wegen möglicher Schmiergeldzahlungen bei U-Boot-Geschäften mit Griechenland. In diesem Zusammenhang war auch der Verdacht auf Unregelmäßigkeiten beim Türkei-Projekt aufgekommen. In einer Stellungnahme erklärte Atlas Elektronik, mit den Behörden zu kooperieren. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen unabhängige Sachverständige mit einer internen Untersuchung beauftragt und Unterlagen zu dem Waffengeschäft mit der Türkei der Staatsanwaltschaft ausgehändigt.

2100 Mitarbeiter

Atlas ist ein Joint Venture von ThyssenKrupp und Airbus. Es beschäftigt 2100 Mitarbeiter weltweit, davon 1500 in der Bremer Firmenzentrale.