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Was auf Pendler zukommt Umbau am Bremer Hauptbahnhof: Fünf Gleise gesperrt

Von Martin Kowalewski | 16.02.2016, 11:54 Uhr

Umleitungen, Schienenersatzverkehr und Fahrplanabweichungen: In der Osterzeit werden im Bremer Hauptbahnhof fünf Gleise gesperrt. Von Mitte April bis Ende Mai werden zwischen Hude und Wüsting neue Schienen verlegt.

Auf Reisende und Pendler, die den Bremer Hauptbahnhof passieren, kommt in wenigen Wochen einiges zu: Da Weichen ausgewechselt werden, kommt es zu einer Sperrung von fünf Gleisen. „Die Bahnsteige der Gleise 6 bis 10 können während der Arbeiten vom 24. bis 30. März nicht angefahren werden“, sagt Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst. Laut Bahn fallen daher 95 Züge an den Feiertagen im Nahverkehr aus, 16 werden umgeleitet. Auch auf den Fernverkehr wirkt sich die Bautätigkeit aus. „Es werden an drei Tagen zwei Fernverkehrszüge über Sagehorn-Kirchweyhe umgeleitet und halten nicht in Bremen. Reisende können dann eine spätere oder frühere Verbindung wählen“, sagt Brunkhorst weiter. Betroffen sind auch die Züge der privaten Verkehrsunternehmen.

Busse statt NordWestBahn

Betroffen durch die Arbeiten sind die Linien RS1 und RS2 der Nordwestbahn. Bei der RS1 werde es zwischen Burg und Hauptbahnhof zu Ausfällen bei den Fahrten bis zum Hauptbahnhof kommen, sagt die Nordwestbahn-Sprecherin Stephanie Nölke. Statt der Bahnen werden Schienenersatzbusse eingesetzt. Anders verhalte es sich bei Zügen der Linie RS1, die zwischen Bremen-Farge und Verden durchfahren. „Diese Züge fahren bis Walle. Von dort gibt es einen Schienenersatzverkehr über den Hauptbahnhof bis nach Sebaldsbrück“, sagt Nölke.

RS2 fährt durch

Weitaus angenehmer werden es Nutzer der RS2 haben, die zwischen Hauptbahnhof und Bremerhaven-Lehe verkehrt. „Diese Züge fahren durch“, so Nölke. Am 27. März würden zwei Fahrten ausfallen. Die Verbindungen der Nordwestbahn in Richtung Osnabrück seien von den Arbeiten nicht betroffen.

Metronom wird umgeleitet

Starke Auswirkungen wird die Maßnahme auf die Metronom-Züge zwischen Bremen-Hauptbahnhof und Hamburg haben. Die RB41, die an vielen Stationen hält, werden zum Teil über Kirchweyhe umgeleitet, wodurch der Halt in Oberneuland entfällt. „Das wird vor allem bei Verbindungen in der Nacht so sein“, sagt der Metronom-Sprecher Harald Lukaschewsky. Die Züge auf der schnelleren Linie RE4 zwischen Bremen und Hamburg mit weniger Zwischenhalten werden teilweise 20 Minuten eher losfahren. Betroffen seien die Randzeiten vor 6 Uhr und nach 22 Uhr, so Lukaschewsky.

39 Ausfälle täglich zwischen Bremen und Oldenburg

Eine Modernisierung des Hauptbahnhofes stellen die neuen Weichen nicht dar. „Es handelt sich um eine Erneuerung eins zu eins“, so Brunkhorst. Nach dieser Maßnahme gibt es eine Verschnaufpause, bis zwischen dem 17. April und dem 30. Mai auf der Strecke Bremen–Oldenburg zwischen Hude und Wüsting auf einem sieben Kilometer langen Abschnitt die Gleise erneuert werden. Ein Fernzug und 38 Nahverkehrszüge fallen dann täglich aus.

380 Millionen Euro

Die Bahn erarbeitet zurzeit noch Baufahrpläne. Etwas weiter ist die Nordwestbahn. „Am 29. und 30. Mai werden zwei bis vier Fahrten entfallen. Ansonsten versuchen wir, Ausfälle auf die Randzeiten zu beschränken. Es gibt aber auch da einen Ersatzverkehr“, so Nölke.

Die Bahn lässt sich Arbeiten an der Infrastruktur in Bremen und Niedersachsen in diesem Jahr 380 Millionen Euro kosten.