Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Ehrung in Delmenhorst Chika Aruga erhält Willi-Oltmanns-Preis für Malerei

Von Marco Julius | 05.04.2019, 10:31 Uhr

Die 1975 im japanischen Nagano geborene Chika Aruga erhält den Willi-Oltmanns-Preis für Malerei. Die heute in Hamburg lebende Künstlerin setzte sich gegen rund 170 Mitbewerber durch.

Aruga ist die sechste Preisträgerin. Der Preis wird seit 2000 von der Willi-Oltmanns-Stiftung vergeben, die an das künstlerische Werk des Delmenhorster Malers (1905-1979) erinnern will.

Die Jury, der Prof. Bernd Küster (Kunsthistoriker), Prof. Peter W. Schaefer (Maler), Marina Schule (Malerin) und Dr. Wieble Steinmetz (Kunsthistorikerin und Vorsitzende der Stiftung) angehörten, würdigte die abstrakte Malerei Arugas, in der Farbe eine bestimmende Rolle spiele. Küster sagt:

„Sie schlägt mit ihrer Kunst eine Brücke zwischen der asiatischen und der europäischen Kunst. “

Chika Aruga, die zunächst in Japan, später dann in Bremen Kunst studiert hat, freut sich über die Auszeichnung. Sie sagt: „In meinen Arbeiten spielen Fragen nach Harmonie und Störung eine große Rolle.“ Ein Vexierspiel zwischen der gesehenen Wirklichkeit und den Möglichkeiten, welche diese Wirklichkeit immer wieder zum Kippen bringen können, das wolle sie auf die Leinwand bringen.

Lust an der Malerei

„Die Malerei wird oft für tot erklärt“, sagt Küster, „die Lust Chika Arugas an der Malerei zu entdecken, war deswegen ein besonderes Vergnügen“. Die Entscheidung der Jury sei einvernehmlich gefallen. Es werde „eine stille Kunst, die das Auge beschäftigt“, geehrt.

Die Jury sagt: "Chika Aruga malt ihre Bilder in flachen Schichten dünn- und dickflüssiger Farben. Überlagerungen werden abgeschliffen, um verborgene untere Schichten freizulegen und sichtbar zu machen. Mit weichem Pinsel gesetzte Linien bilden Elemente, die an Architektur, Pflanzen, Landschaft oder Mikroorganismen erinnern, jedoch nie die Korrektheit einer eindeutigen Form oder eines Raumes annhemen."

Der Willi-Oltmanns-Preis ist verbunden mit einem Preisgeld von 5000 Euro, einer Ausstellung und einer Katalogförderung in Höhe von 7500 Euro.Die Herausgabe des Katalogs wird von der EWE-Stiftung unterstützt. Der Festakt im Foyer des Kleinen Hauses ist am 2. Oktober geplant. Er ist zugleich der Auftakt für eine Ausstellung mit Werken der Preisträgerin.

Bisherige Preisträger

Bisherige Preisträger waren Thomas Hartmann (2000), Hartmut Neumann (2003), Simone Haack (2006), Gerhard Wienckowski (2009) und Ulrich Wilhelm Röpke (2012). Mit der Verleihung des Preises wird das Werk eines Künstlers oder einer Künstlerin ausgezeichnet, das im Bereich Malerei einen herausragenden Beitrag liefert.