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Polizei greift durch Mehrere Geschäfte und Personen in Delmenhorst und umzu halten sich nicht an Anordnung

Von Eyke Swarovsky | 20.03.2020, 14:16 Uhr

Delmenhorst/Landkreis Oldenburg/Landkreis Wesermarsch. Gleich mehrfach musste die Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg-Land / Wesermarsch am Mittwoch und Donnerstag eingreifen, weil sich Geschäftstreibende und Privatpersonen nicht an die erlassenen Allgemeinverfügungen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus gehalten haben.

Um die Beachtung der behördlich angeordneten Verfügungen durchzusetzen, hat die hiesige Polizeiinspektion eine zentrale Kontrolleinheit gegründet. Diese soll verstärkt Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen.

Dass diese Maßnahmen notwendig sind, zeigen die Ergebnisse der Kontrollen aus den vergangenen Tagen, die die Polizei an diesem Freitag mitgeteilt hat:

  • In Delmenhorst wurden in den frühen Abendstunden des Donnerstag insgesamt sechs Personen festgestellt, die sich trotz Verbots auf gesperrten Spielplätzen aufgehalten haben. Hier führten die Beamten belehrende Gespräche mit Hinweisen auf das Infektionsschutzgesetz.
  • Das Ordnungsamt des Landkreises Oldenburg setzte am Mittwoch gegen 16.55 Uhr mit Unterstützung der Polizei Wildeshausen die Schließung eines Einkaufsmarktes an der Huntestraße durch, der trotz bestehender Verfügung geöffnet hatte.
  • Ein weiteres Geschäft, das ebenfalls nicht von der Verfügung ausgenommen war, musste am Donnerstag um 10.40 Uhr an der Rheinstraße in Wardenburg geschlossen werden.
  • Entgegen der landesweit geltenden Verfügung wurde in einem Wohnwagen in Wardenburg der Prostitution nachgegangen. Unter Hinweis auf das Infektionsschutzgesetz wurde der Betrieb am Donnerstag auch hier untersagt.
  • In Nordenham musste am Donnerstag ein Café in der Innenstadt geschlossen werden, das nach 18 Uhr geöffnet hatte.
  • Die Gemeinde Lemwerder musste mit Unterstützung der Polizei eine Sportsbar schließen.

Die Polizei berichtet, dass ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger die Wichtigkeit und Sinnhaftigkeit der Umsetzung und Einhaltung der Regelungen bereits verstanden und verinnerlicht habe. Verstöße gegen die Verfügungen stoßen bei den Bürgerinnen und Bürgern auf immer mehr Unverständnis.

Polizei: "Es wird keine Toleranzbereiche und Ausnahmen geben"

In dem Zusammenhang weist die Polizeiinspektion darauf hin, dass Hinweisen auf Zuwiderhandlungen nachgegangen wird und die aktuell verbindlichen Regelungen durchgesetzt werden. Es werde keine Toleranzbereiche und Ausnahmen bei der Einhaltung der Regelungen geben. Bei Zuwiderhandlungen muss laut Polizei mit einer Geschäftsschließung, der Einleitung von Strafverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz und der Verhängung von hohen Bußgeldern gerechnet werden.

Jörn Stilke, Leiter der Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg-Land / Wesermarsch, appelliert an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger: "Ohne Einsicht und Vernunft geht es nicht. Mit der Einhaltung der Regeln werden letztendlich Menschenleben gerettet."