Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Historische Stadtansicht Nach 1945 Ehrenbuch statt Kriegerdenkmal für die Gefallenen

Von Dirk Hamm | 31.08.2019, 12:52 Uhr

Mit der Einweihung des Ehrenmals für die Gefallenen des Krieges von 1914 bis 1918 im Oktober 1925 wurde der Schlussstein der vom Architekten Heinz Stoffregen konzipierten Delmenhorster Rathausanlage gesetzt.

Auf sechs Tafeln waren die Namen von 824 gefallenen Soldaten verzeichnet. Die Postkarte trägt einen Poststempel von 1939. Damals gestaltete sich das Ehrenmal noch als ein Innenhof hinter den 1955 abgerissenen Arkaden zwischen Rathaus und Markthalle.

Bei der Einweihung im Jahr 1925 dürfte wohl keiner der Anwesenden vorausgeahnt haben, dass in nicht so ferner Zukunft ein noch verheerender Krieg bevorstand. Nach 1945 entschloss man sich, für die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs keine neuen Tafeln anzulegen. Stattdessen wurden die Namen in einem Ehrenbuch aufgezeichnet, das 1959 im Rathaus ausgelegt wurde.

Das Ehrenmal wurde 1966 umgestaltet. Die Mitteltafel wurde durch eine schlichte Sandsteintafel mit dem Symbol des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ersetzt. Außerdem wurde eine liegende Skulptur hinzugefügt.