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"Bürgermeister für den Frieden" Stadt Delmenhorst will ein Zeichen setzen

Von Marco Julius | 24.09.2019, 11:24 Uhr

Die Stadt Delmenhorst will dem Bündnis „Bürgermeister für den Frieden (Mayors for Peace)“ beitreten. Im Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und zentrale Angelegenheiten am Donnerstag, 26. September, steht das Thema ab 17 Uhr auf der Tagesordnung (Rathaus, Sitzungssaal).

Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde bereits 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich sind, versucht die Organisation ,Mayors for Peace’ durch Aktionen und Kampagnen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. Das internationale Netzwerk hieß früher „Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen“.

Atomwaffen abschaffen

1991 wurden die ,Mayors for Peace’ vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, eine vollständige Abschaffung von Atomwaffen zu erreichen.

Inzwischen gehören dem Netzwerk über 7500 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern an. In Deutschland sind 600 Mitglieder dem Bündnis beigetreten. „Vor dem Hintergrund der aktuellen beängstigenden weltpolitischen Entwicklungen sowie der Tatsache, dass immer mehr Staatsoberhäupter ihr Handeln nicht mehr an dem Erhalt und der Sicherung des Weltfriedens ausrichten, sind die Aktivitäten des Netzwerkes ,Mayors for Peace’ ausdrücklich zu begrüßen“, schreibt die Stadtverwaltung.

Flagge zeigen

Es sei von daher im Zeichen der interkommunalen Solidarität mit den Städten der Welt angezeigt, wenn sich auch die Stadt Delmenhorst an dem internationalen Netzwerk beteiligt „und damit deutlich macht, dass sich aus unserer Sicht die Katastrophen von Hiroshima und Nagasaki nirgendwo wiederholen dürfen und dass die Stadt Delmenhorst für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen eintritt“. Dabei sollte laut Verwaltung am jährlichen "Flaggentag" auch "Flagge für den Frieden" gezeigt und eine entsprechende Hissflagge vor dem Rathaus aufgezogen werden.

Das letzte Wort hat der Rat.