Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Stadt empfängt Wissenschaftler vom HWK Forscher sollen sich für Delmenhorst begeistern

Von Sebastian Hanke | 27.09.2019, 17:42 Uhr

Kunststätte als Ort der Begenung zwischen Wissenschaft und öffentlicher Hand: Ausnahmsweise in der Städtischen Galerie haben sich am Donnerstagnachmittag Forscher („Fellows“) aus dem Delmenhorster Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) zum jährlichen Stadtempfang eingefunden.

Die Begrüßung der Wissenschaftler findet üblicherweise im großen Sitzungssaal des Rathauses statt. In diesem Jahr steht der in die Jahre gekommene Saal jedoch wegen Sanierungsarbeiten nicht zur Verfügung, so dass die Wahl auf das Haus Coburg als angemessenes Ausweichquartier fiel.

Pragal spricht Vorzeigeprojekte an

Erster Stadtrat Markus Pragal sprach für die Stadt einleitende Worte. In seiner Rede – die Pragal auf Englisch hielt – stellte er die Geschichte Delmenhorsts vor und erwähnte hierbei zum Beispiel das Jahr 1903, in dem die Stadt erstmalig kreisfrei wurde, sowie das Jahr 2000, als sich das Stadtentwicklungs-Projekt „Nordwolle Delmenhorst“ als erster Außenstandort der Weltausstellung Expo 2000 präsentierte. Zudem sprach Markus Pragal über aktuelle Themen. Dabei freute sich der Erste Stadtrat über die angekündigte „sehr gute finanzielle Unterstützung“ des Landes Niedersachsen für ein Bauvorhaben in unmittelbarer Nachbarschaft des Hanse-Wissenschaftskollegs – dem geplanten Bau des neuen Krankenhauses an der Wildeshauser Straße.

Potenzialflächen im Wollepark

Auch die Wollepark-Wohnblöcke, die Pragal etwas übertrieben „Skyscraper“ (zu deutsch: Hochhäuser) nannte, waren kurz Thema. Dabei sprach er sich für diesen Standort aus und bekräftigte, dass man alleine aufgrund der „sehr guten Lage“ des Wolleparks gar nicht darum herum komme, die freien Flächen, die durch die Abrisse maroder Blöcke entstehen, sinnvoll zu nutzen.

Forscher aus Deutschland, USA, Frankreich und Südamerika

„Delmenhorst ist eine wachsende Stadt“, warb Pragal gegenüber den Fellows, die nicht nur aus Deutschland, sondern unter anderem auch aus den USA, Frankreich und Südamerika kommen. Im Anschluss an den offiziellen Teil haben sich die Wissenschaftler im altehrwürdigen Herrenzimmer des Hauses Coburg untereinander sowie mit den Mitgliedern des Fördervereins ausgetauscht.

Das HWK wurde 1997 gegründet und ist eine Stiftung der Länder Bremen, Niedersachsen sowie der Stadt Delmenhorst. Hoch qualifizierte Forscher und Nachwuchswissenschaftler bekommen als Fellows die Chance, sich für einen gewissen Zeitraum auf selbst gewählte Arbeiten – frei von Verpflichtungen – zu fokussieren. Dieter Lompe, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Hanse-Wissenschaftskollegs, sagte: „Wir möchten natürlich, dass die Wissenschaftler ein positives Bild von der Stadt bekommen und nicht nur forschen, sondern auch Delmenhorst entdecken und am sozialen Leben teilnehmen.“