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Kommentar Wildwuchs teilweise erlaubt: Das kommt unerwartet

Meinung – Thomas Breuer | 08.08.2019, 20:20 Uhr

Jetzt dürfen die Spekulationen ins Kraut schießen: Sind dem Wildwuchs im öffentlichen Raum Tür und Tor geöffnet?

Was ist noch erlaubt, wo verläuft die Grenze? Wird üppig sprießendes Unkraut im Straßenbild eine Selbstverständlichkeit, weil auch die Stadtverwaltung das alles nicht mehr so schlimm findet?

Die Zeiten haben sich geändert

Nicht überall die Schere anzusetzen und alles aus der Erde zu reißen, ist angemessen in einer Zeit, da die Zahl der Insekten zurückgeht und auch nicht mehr so viele Vögel im Garten singen wie früher. Die Debatte um die mit Steinen zugeschütteten Gärten des Grauens ist noch nicht verklungen. Da wäre ein Appell, alles in Form zu bringen und „reinlich“ zu halten, wahrlich verfehlt.

Sicherheit hat weiter Vorrang

Das Umdenken kommt allerdings etwas plötzlich, galt doch bislang, das sogenanntes Unkraut nicht eben zur Aufwertung eines Stadtbildes beiträgt. Und Zustände wie rund um das Grundstück mit der vergifteten Buche an der Stedinger Staße/Ecke Nordstraße haben rein gar nichts mit der Liebe zur Artenvielfalt zu tun, sondern zeugen von Nachlässigkeit und fehlender Bereitschaft, sich zu kümmern.

Wenn Sträucher an einigen Stellen fast die gesamte Breite des Fußwegs bedecken, muss die Stadt einschreiten. Hier geht es auch um die Sicherheit.