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Kampf gegen Schottergärten "Gärten des Grauens" vergibt Negativpreis an Delmenhorst

Von Jan Eric Fiedler | 01.07.2019, 14:01 Uhr

Wochenlang war die Facebookseite "Gärten des Grauens" das Gesprächsthema: Ihr Kampf gegen Schottergärten hat viele Kommunen dazu bewogen, über neue Regelungen nachzudenken. Jetzt haben die Betreiber der Seite Delmenhorst im Fokus.

Die Facebookseite Gärten des Grauens hat sich dem Zweck verschrieben, auf die Verbreitung von Schottergärten in Deutschland aufmerksam zu machen. Dafür vergibt sie monatlich den "Terror Gardening Award". Im Juli hat es jetzt Delmenhorst getroffen:

"Die selten kreativlose Profanität der Delmenhorster Gartenvernichtung sucht bundesweit ihresgleichen", heißt es in der Begründung auf der Seite. Und weiter: "Nur wenige Gemeinden Deutschlands negieren so konseqent die Herausforderungen des Insektensterbens und die Erfordernissen, die sich aus der Klimaerwärmung ergeben."

Gegner argumentieren mit Bauordnung

Die Seite hatte in den vergangenen Monaten eine bundesweite Diskussion angestoßen, ob Kies- und Schottergärten ökologisch vertretbar oder überhaupt erlaubt sind. Gegner in der Region verweisen auf die Niedersächsischen Bauordnung, die auf den nicht überbauten Flächen der Baugrundstücke Grünflächen vorschreibt. In Bremen war sogar ein neues Gesetz auf den Weg gebracht worden.

Delmenhorst appelliert an Bürger

Die Delmenhorster Stadtverwaltung hatte im Zuge der Berichterstattung unserer Zeitung an die Bürger appelliert, "aus ökologischen Gründen von Schottergärten abzusehen und ihre Gärten natur- und artenschutzgerecht zu gestalten".