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Kommentar Weiterführung von Telemedizin-Projekt in Delmenhorst wichtig

Meinung – Sascha Sebastian Rühl | 05.07.2019, 18:56 Uhr

Das Telemedizin-Projekt hat in Delmenhorst und im Oldenburger Land innerhalb eines Jahres viele Befürworter gefunden. Es im Winter einfach auslaufen zu lassen, wäre ein Fehler, findet dk-Redakteur Sascha Sebastian Rühl.

Man kann die Beteiligten des Telemedizin-Projekts "116117"verstehen, dass sie es ungern sehen würden, wenn sie auf einmal aufhören müssten, weil das Geld fehlt. Ausgerechnet jetzt, wo alle eingespielt sind, wo sich Patienten, Pflegekräfte und Rettungssanitäter an die Vorteile der Telemedizin gewöhnt haben. Ein solch zukunftsträchtiges System weiter im Alltag zu erproben und vor allem auch an Werktagen zu testen wäre eine gute Idee.

Ärztemangel vorbeugen

Ein Drittel aller Hausärzte ist inzwischen über 60 Jahre alt, es drohen in manchen Gegenden Versorgungsengpässe. Da kann der Fachmann im Haus mit dem Doktor im Bildschirm nicht nur eine gute Ergänzung, sondern auch ein notwendiger Ersatz sein, sollte sich tatsächlich kein Arzt in der Nähe niedergelassen haben. Am wichtigsten war den Patienten in unserer Region nicht, dass unbedingt ihr Arzt kommt. Hauptsache war, das jemand kommt, der ihnen helfen kann. Und das muss in Zukunft auch so bleiben.