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Kolumne Quergedacht: Gott schmeißt ’ne Party

Eine Kolumne von Marco Julius | 17.07.2019, 11:23 Uhr

In der neuen Folge unserer seligmachenden Kolumne geht es um Gott und Musik, die Tomaten gedeihen lässt.

Gott ist in diesen Tagen 80 Jahre alt geworden. Was?, fragen da manche. Gott? 80? Ist der nicht schon lange ziemlich tot, wie bereits Friedrich Nietzsche für sich feststellte? Nee, sagen andere, Gott ist die Liebe. Und ziemlich lebendig. Aber hat der Allmächtige überhaupt Geburtstag? Und wenn ja, müsste er dann nicht schon viel älter sein? Schließlich wäre sein Sohn bereits über 2000 Jahre alt. Nein, Gott ist tatsächlich 80 geworden. Allerdings handelt es sich um Karel Gott, den Sänger, den sie die goldene Stimme aus Prag nennen. Eine Kirche hat man ihm noch nicht gebaut, dabei steht auch dieser Gott durchaus für die Liebe, etwa der zur Großmutter, die er in „Babicka“ mit seinem herrlichen Akzent besungen hat. Pferde stehlen, Apfel schälen und erzählen, das war Babicka. Und hat Gott nicht mit der Biene Maja früh gegen das Bienensterben angesungen? Was es mit Bienchen und Blümchen so auf sich hat, weiß Gottvater Karel. Er hat schließlich vier Kinder. 69 war er, als es hieß: Gott wird wieder Vater. Musik hält eben jung.

 

Tomaten als Gottesgabe

 

Musik, um einmal auf Umwegen eine von Gottes schönsten Gaben, also jetzt nichts Karels, sondern eine Gabe des Schöpfers, die Tomate, zu kommen, hilft auch beim Wachstum. Die Österreicher sagen nicht ohne Grund Paradeiser, Paradiesapfel, wenn sie Tomate meinen. Wissenschaftler wiederum sagen seit Langem, das Nachtschattengewächs gedeihe besser, wenn man es mit akustischem Dünger, also Musik, bespielt. Naheliegend, dass die Biologen mit der Schmuse-Band „Simply Red“ besonders viel Erfolg hatten. Ob der „Ketchup-Song“ von Las Ketchup auch funktioniert? Aserejé! Das wissen wohl nur die Götter.