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Gegen Rüstungsexporte Die Linke macht auf "Friedenstour" Station in Delmenhorst

Von Marco Julius | 21.05.2019, 19:17 Uhr

Die Bundestagsfraktion Die Linke ist derzeit auf „Friedenstour“. „Bomben schaffen keinen Frieden“ lautet das Motto – nicht nur im Kampf um Stimmen bei der Europa-Wahl am Sonntag, 26. Mai.

Der Panzer auf dem Marktplatz kommt in friedlicher Mission. Signalrot ist er, die Kanone ist verknotet, er ist kampfunfähig. Blümchen zieren das aufblasbare Ungetüm. Die Bundestagsfraktion Die Linke ist derzeit auf „Friedenstour“. „Bomben schaffen keinen Frieden“ lautet das Motto – nicht nur im Kampf um Stimmen bei der Europa-Wahl am Sonntag, 26. Mai.

Geld für sozialen Bereich

„Die Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag ist die einzige Fraktion, die konsequent alle militärischen Auslandseinsätze der Bundeswehr ablehnt und im Plenum dagegen stimmt“, betonte Amira Mohamed Ali, selbst Mitglied der Fraktion, am Dienstagnachmittag auf dem Delmenhorster Marktplatz. Jeder Euro, der in die Aufrüstung fließe, fehle im sozialen Bereich. Das regnerische Wetter und der eher ungünstige Termin hatten zur Folge, dass nicht allzu viele Bürger vor Ort waren, als Amira Mohamed Ali um Unterstützung für den Kurs der Linken warb. „Wir wollen Milliarden für Kitas, bessere Schulen und gute Pflege statt für Kampfpanzer, Korvetten und bewaffnungsfähige Drohnen“, betonen die Linken.

Gegen Rüstungsexporte

„Wir lehnen auch jegliche Art von Rüstungsexporten ab. Denn jede Waffe findet ihren Krieg“, betonte die Abgeordnete. Stattdessen seien die Mittel für humanitäre Hilfe in Kriegsgebieten sofort und massiv zu erhöhen. „Kriege beenden und den Menschen in den Kriegsgebieten beim Wiederaufbau ihrer Städte und Dörfer zu helfen – das ist effektive Fluchtursachenbekämpfung.“

Amira Mohamed Ali warb zudem für den Dialog und Kooperationen mit Russland. Die Konfrontation müsse beendet werden.