Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Schlag gegen Drogenkriminalität Nach vier Festnahmen Großrazzia auch in Delmenhorst

Von Thomas Breuer | 27.05.2019, 17:13 Uhr

Polizei und Staatsanwaltschaft Oldenburg ist am Sonntag, 26. Mai, ein massiver Schlag gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität gelungen, auch in

Der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg ist unter der Federführung der Staatsanwaltschaft Oldenburg, Abteilung für organisierte Kriminalität, am Sonntag, 26. Mai, ein massiver Schlag gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität gelungen. Die langwierigen und intensiven Ermittlungen wegen Einfuhrschmuggels "nicht geringer Mengen" Betäubungsmittel aus den Niederlanden sowie unerlaubten gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln richten sich gegen mehrere aus Delmenhorst und Diepholz stammende Personen im Alter von 34 bis 58 Jahren.

Präpariertes Fahrzeug gestoppt

Am Sonntag erfolgte gegen 16 Uhr bei Groß Ippener die Festnahme von vier Personen nach einem Drogentransport aus den Niederlanden nach Deutschland. Dabei hatten die Beschuldigten laut Ermittlungsbehörden ein eigens dafür präpariertes Fahrzeug mit einem speziellen Drogenversteck genutzt.

Die Festnahmen erfolgten durch eine Oldenburger Spezialeinheit. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg erließ das Amtsgericht Oldenburg am Montag Haftbefehle gegen alle vier Beschuldigten.

Versteck hinter der Rücksitzbank

Bei der aufwendigen Untersuchung des Schmuggelfahrzeuges konnten in einem Versteck hinter der Rücksitzbank diverse Pakete mit einem Gesamtgewicht von über zwölf Kilogramm beschlagnahmt werden. Bei der Substanz, so Polizei und Staatsanwaltschaft, dürfte es sich um Kokain handeln. Der Gesamtwert wird auf mehr als 600.000 Euro geschätzt.

Direkt im Anschluss an die Festnahme erfolgten auf Beschluss des Amtsgerichtes Oldenburg zeitgleiche Durchsuchungen von zwölf Wohn- und Geschäftsräumen. Davon befinden sich neun Objekte in Delmenhorst sowie je ein Objekt in Schweringen (Landkreis Nienburg), sowie in Asendorf (Landkreis Diepholz) und Lemwerder (Landkreis Wesermarsch).

Waffen, Munition und Bargeld beschlagnahmt

Bei den Durchsuchungen wurden Schusswaffen, Munition, diverse Betäubungsmittel sowie Bargeld im mittleren fünfstelligen Euro-Bereich beschlagnahmt. Während des akribisch geplanten polizeilichen Einsatzes wurde die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg von Einsatzkräften unterschiedlicher Dienststellen unterstützt, darunter der Zoll, die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen, die Polizeidirektionen Oldenburg, Osnabrück, Lüneburg und Göttingen sowie die Polizeiinspektionen Oldenburg-Stadt/Ammerland, Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, Diepholz und Nienburg/Schaumburg.

Spezialkräfte aus Niederlanden dabei

Am Einsatz waren unter anderem Spezialeinheiten, auch aus den Niederlanden, sowie 16 Diensthunde beteiligt.