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Kommentar Stadtkirchen-Sanierung: Nur alt, nicht retro

Meinung – Marco Julius | 29.01.2019, 18:09 Uhr

Der Innenraum der Stadtkirche kann für 650.000 Euro saniert werden. Eine Investition, die sich lohnt. Ein Kommentar.

Vintage ist in, retro sowieso. Die sechziger Jahre haben ihren ganz eigenen Charme, der noch heute an ein Jahrzehnt erinnert, das für kulturellen Aufbruch steht. Die letzte große Sanierung in der Stadtkirche ist im Jahr 1967 abgeschlossen worden, dem Summer of Love. Über 50 Jahre ist das nun her. Und man muss Stadtkirchen-Pfarrer Thomas Meyer beipflichten, wenn er sagt, dass vieles im Gotteshaus einfach nicht gut gealtert ist, um es milde zu formulieren. Vintage im Sinne einer Stilrichtung jedenfalls, die heute voll im Trend liegt, ist da nichts mehr.

Mit den 650.000 Euro, die jetzt für die Sanierung der Kirche und einen kleinen Aufbruch zur Verfügung stehen, wird nicht nur der Einsatz vieler Menschen vor Ort für ihre Kirche gewürdigt. Das Gotteshaus ist längst auch für weltliche Veranstaltungen wie Konzerte ein Ort, der viele Menschen anzieht. Dass dieser Ort künftig auch im wörtlichen Sinne in neuem Licht erscheinen wird, ist daher ein Glücksfall für die Kirche und die Stadt Delmenhorst. Wenn es jetzt noch gelingt, auch Gelder für den Umbau der unter der Kirche liegenden Grafengruft nach Delmenhorst zu lotsen, wäre das Glück nahezu perfekt.