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„Queenmania“ in Delmenhorst Über 500 Besucher klatschen und singen mit Tribute-Band

Von Sascha Sebastian Rühl | 01.02.2019, 16:25 Uhr

Vor fast ausverkauften Reihen trat am Donnerstag „Queenmania“ im Kleinen Haus auf. Die Cover-Band konnte das Publikum mit den größten Rock-Hits von „Queen“ und einer ausgefeilten Show gut unterhalten.

Richtige Rock-Konzert-Stimmung kam am Donnerstagabend im Kleinen Haus auf, als „Queenmania“ mit „Forever Queen – The ultimate Tribute“ auf der Bühne stand. Ob „Another one bites the dust“, „A kind of magic” oder „Don’t stop me now” – die Cover-Gruppe spielte nur die größten Hits von „Queen“ und ließ damit die weltbekannte britische Band der 70er und 80er Jahre vor beinahe ausverkauften Reihen wieder aufleben. Bei den über 500 Zuschauern kam die ausgefeilte Show bestens an: Sie revanchierten sich immer wieder mit viel Applaus und zum Schluss auch mit stehenden Ovationen.

Publikum lässt sich in den Bann ziehen

Ganze drei Zugaben („We will rock you“, „The miracle“ und „We are the champions“) mussten die vier Musiker spielen, bevor das Publikum sie von der Bühne gehen ließ. Tiziano Giampieri (Gitarre und Gesang), Simone Fortuna (Schlagzeug), Angelo Perini (Bass) und natürlich Freddie Mercury-Darsteller Sonny Ensabella wussten die Konzertbesucher schnell in ihren Bann zu ziehen. Spätestens nach dem vierten Song („I want it all) sangen und klatschten alle ohne große Aufforderungen mit. Eine Besonderheit bei dem ansonsten doch oft zurückhaltenden Delmenhorster Publikum.

Besondere Momente

Das lag zum einen wohl an der erstklassigen Live-Musik. Die einzelnen Tonstörungen – zu Beginn des Konzertes war die Stimme des Sängers teilweise kaum hörbar – wussten die Instrumentalisten mit ihrem Spieleifer und vielen fabelhaften Soli („Love of my life“ und „Innuendo“) zu kaschieren. Dazu kam der Sänger Freddie Mercury stimmlich erstaunlich nahe. Ein wahres Erlebnis war die Interpretation von Ensabella und der Bremer Sopranistin Sarah Behrendt (übernahm den Part der Opernsängerin Montserrat Caballé) von „Barcelona“.

Original gut dargestellt

Zum anderen konnte auch die Inszenierung voll und ganz überzeugen. Denn Ensabella ähnelte nicht nur gesanglich, sondern auch äußerlich seinem Idol. Die in die Luft gestreckte Faust oder der lässig gehaltene Mikrofonständer: Mercurys bekannte Gesten sahen bei Ensabella keineswegs gespielt, sondern sehr natürlich aus. Häufige Kostümwechsel – bei „I want to break free“ durften natürlich Minirock und High Heels nicht fehlen – und eine pompöse Lichtershow ergänzten die musikalischen Darbietungen perfekt. Obendrein wurden auch Live-Aufnahmen von Mercury und den anderen „Queen“-Mitgliedern Brian May, Roger Taylor und John Deacon gezeigt. Dann flimmerten Bilder der legendären Konzerte bei „Live Aid“ oder im Wembley-Stadion über die Leinwand.

Ein wirklich gelungener Konzertabend, der nicht nur eingefleischte „Queen“-Fans bestens zu unterhalten wusste.