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Kranzniederlegung an Friedenslinde "Nie wieder Krieg" lautet die Botschaft in Delmenhorst

Von Marco Julius | 08.05.2019, 14:17 Uhr

„Nie wieder Krieg“: Diese Botschaft hat am Mittwochvormittag im Mittelpunkt der Kranzniederlegung an der Friedenslinde (Ecke Rudolf-Königer-Straße) gestanden.

Die SPD-AG 60plus und die Juso erinnerten so an das Kriegsende am 8. Mai 1945 und die Schrecken der Nazi-Herrschaft. Rund 30 Sozialdemokraten waren dabei, darunter auch Deniz Kurku, SPD-Landtagsabgeordneter.

"Befreiung vom Faschismus"

Dr. Norbert Boese erinnerte in der Gedenkrede daran, dass die Kapitulation im Mai 45 mehr war als eine militärische Niederlage. „Sie war vor allem auch die Befreiung von einem verbrecherischen Regime, von der NS-Diktatur und vom Faschismus.“ Mit ähnlichen Worten hatte auch Dietmar Knoche, Vorsitzender von 60plus, die Bedeutung des Tages hervorgehoben. Boese erinnerte auch an die 55 Millionen Kriegstoten und das Leid, das Hitler-Deutschland verursacht hat.

Erinnerung wachhalten

"Weltweit 55 Millionen Menschenleben vernichtet, auf deutscher Seite allein 3,76 Millionen tote Soldaten der Wehrmacht, 0,5 Millionen Vermisste und 4 Millionen Verwundete. Im Reich starben nicht nicht nur Deutsche, sondern auch zahlreiche Ausländer, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene. KZ-Häftlinge", sagte Boese. " Seine Rede schloss er mit den Worten: "Wir vergessen nicht."

Ronja Elster von den Jusos las an der Friedenslinde die Kurzgeschichte „Nachts schlafen die Ratten doch“ von Wolfgang Borchert.