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Vertragsende nicht "plötzlich" Absehbares Ende für den Delmenhorster "Döner-Pavillon"

Von Thomas Breuer | 05.02.2019, 19:13 Uhr

Das Ende für den Döner-Imbiss im Verkehrspavillon auf dem Bahnhofsvorplatz kam nicht so plötzlich wie es gewirkt hat.

Diese Einschätzung vertritt die Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (dwfg) auf Nachfrage unserer Zeitung. Bei dem Pavillon handelt es sich um eine Immobilie, die sich in einem Erbbaurechtsvertrag befand. Das heißt, das Grundstück befindet sich im Eigentum der Stadt. Die Erbbaurechtsnehmerin hat auf diesem Grundstück den Pavillon errichtet und war seitdem für die ordnungsgemäße und verkehrssichere Unterhaltung der Immobilie verantwortlich. Die Stadt hat lediglich das Grundstück zur Verfügung gestellt.

Erbbaurechtsvertrag aus den Fünfzigern

Der Erbbaurechtsvertrag ist bereits Ende der 1950er Jahre geschlossen worden. Schon damals, so dwfg-Sprecher Eyke Swarovsky, war im Vertrag verankert, dass dieser am 31. Dezember 2018 auslaufen wird. In den vergangenen Jahren sei die Erbbaurechtsnehmerin mehrfach an das endgültige Auslaufen des Vertrags erinnert worden. "Von einem ,plötzlichen‘ Ende kann daher keine Rede sein", so Swarovsky.

Imbiss-Betreiber meldeten Mängel

Plötzlich kam dieses wohl nur für die Betreiber des Döner-Imbisses als Mieter. Auch sie hätten ihre Vermieterin – eine von der dwfg auf Nachfrage nicht genannte Privatperson – in der Vergangenheit mehrfach auf bauliche Mängel hingewiesen. "Bei einer Begehung in Vorbereitung auf die Übergabe der Immobilie ist ein solch gravierender Instandhaltungsstau am Pavillon festgestellt worden, dass über den 31. Dezember 2018 hinaus kein neuer Mietvertrag zur gastronomischen Nutzung mit dem Imbissbetreiber geschlossen werden konnte", so der dwfg-Sprecher.

Kurzfristige Entscheidung erwartet

Die Immobilie ist nun im Besitz der Stadt. "Es ist davon auszugehen, dass kurzfristig in den entsprechenden Gremien über die Zukunft der Immobilie beraten und entschieden wird", sagt Swarovsky.