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Willms-Gymnasium Delmenhorster Schulleiter betont Zeitdruck bei G8/G9

Von Marco Julius | 21.02.2019, 21:21 Uhr

Momente, in denen die Ratsmitglieder unter sich und dann zusätzlich noch mit der Verwaltung Einigkeit gezeigt haben, die waren selten in der Ratssitzung am Mittwoch. Einen Konsens in der Schulentwicklung herzustellen, war ein zäher Kampf. An einem Punkt aber, da waren sich dann doch alle einig.

Wenn zum 1. August 2020 wegen der Rückkehr zu G9 an den Gymnasien plötzlich ein Jahrgang mehr an den Schulen unterricht werden muss, dann muss für diese Schüler auch räumlich Platz sein. Das Gymnasium an der Willmsstraße, das hat der Rat auf den Weg gebracht, bekommt eine Außenstelle an der Könisgberger Straße, wo die Oberschule Süd Platz macht.

Erheblicher Renovierungsbedarf

Was sagt Stefan Nolting, Schulleiter des Willms-Gymnasiums, zu der Entscheidung? "Die Lösung an der Königsberger Straße kann für uns funktionieren", betont er auf Nachfrage, auch wenn eine Außenstelle nie die Ideallösung seien. Noch mehr aber betont er einen Satz, den er hinterherschiebt: "Funktionieren kann das nur, wenn zum 1. August der erste Bauabschnitt komplett beendet ist." Klassenräume und Fachräume für etwa 320 Schülerinnen und Schüler müssten am Ende vorhanden sein. An der Königsberger Straße will das Gymnasium die Jahrgänge 9 und 10 beschulen. Doch dort besteht zunächst einmal erheblicher Renovierungsbedarf.

Nolting hofft darauf, dass man die Stadtverwaltung jetzt machen lässt, damit der Zeitplan eingehalten werden kann. "Das muss jetzt Priorität haben", sagt der Schulleiter. Aus seiner Sicht ist bereits viel Zeit verloren gegangen. Kritik, die sich an den Stadtrat richtet. "Seit sechs Jahren weise ich auf das kommende Raumproblem hin."

Für das Max-Planck-Gymnasium sieht der Ratsentscheid von Mittwoch einen Erweiterungsbau vor. Eine Zwischenlösung mit Containern wäre möglich. Für eine erste Einschätzung des Entscheids war die Schulleitung gestern nicht zu erreichen.