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Spezialisierte Annahmestellen ADG Delmenhorst will Abfallbringsystem neu ordnen

Von Kai Hasse | 21.05.2019, 10:22 Uhr

Die Annahmestellen für Abfall in Delmenhorst sollen neu gestaltet werden. Die ADG plant mehrere Verbesserungen.

Die drei Annahmestellen für Abfall in Delmenhorst haben immer mehr Schwachstellen. Das ist die Ansicht der Abfallwirtschaft Delmenhorst GmbH (ADG) in Delmenhorst. Mehrere Verbesserungen sind in Planung. Das geht aus einer politischen Vorlage des Umweltausschusses hervor.

Unter anderem enge und steile Rampen, zu kleine Kapazität, fehlende Toiletten oder die große Höhe von Containern führen nach Ansicht der ADG zu Problemen an den Annahmestellen an Burggrafendamm, Steller Straße oder Lemwerderstraße. Es gibt bereits ein Konzept, um diese Probleme in den Griff zu bekommen. Es sieht eine Spezialisierung der Annahmestellen auf bestimmte Abfallsorten und Sanierungs- sowie Umbaumaßnahmen vor.

Kunde auf zu enger Rampe leicht verletzt

Insbesondere die Rampen entsprechen nicht mehr den Anforderungen von aktuellen Fahrzeugmodellen – ein Hauptpunkt in dem Sachstandsbericht, der dem Änderungskonzept der ADG voraus geht. Viele der Fahrzeuge würden beim Auffahren auf die Rampen auf dem Boden aufsetzen. Je nach Annahmestelle geht der Bericht von 5 bis 15 Prozent der Fahrzeuge aus, die unerwünschten Bodenkontakt haben. Auch die Enge der Rampen sorge für Probleme. In einem Fall wurde ein Kunde leicht verletzt, weil er in dem engen Raum zwischen Begrenzungsmauer und dem eigenen Fahrzeug nicht schnell genug einsteigen konnte, während sich das Fahrzeug bereits auf der steilen Rampe in Bewegung setzte. Weitere Probleme seien etwa der geringe Platz auf den Annahmestellen, das Fehlen von Witterungsschutz, sodass Kunden einen Schauer im Fahrzeug abwarten und so den Betrieb behindern, oder mangelnde sanitäre Anlagen, was weder zufriedenstellend noch zeitgemäß sei.

Spezialisierung der Annahmestellen

Abhilfe könne – neben dem Umbau der Rampen – die Spezialisierung der Annahmestellen sein: Die Annahmestelle Steller Straße würde zur Entsorgungsstation für Abfälle aus Umbau- und Sanierungsmaßnahmen und Annahme von Wertstoffen samt Asbest, KMF, Bauschutt, Kompost, Holz und Restabfall ohne Gefahrstoffannahme werden. An der Lemwerderstraße würden Gefahrstoffe, Elektroaltgeräte, Siedlungsabfälle, Holz und Restabfall entgegengenommen werden. Am Burggrafendamm würden Kompost, und Wertstoffe wie Altpapier, Glas oder Kleidung angeliefert werden – und das nur von März bis Oktober.

Der derzeitige Stand der Umgestaltung soll im kommenden Umweltausschuss (Dienstag, 28. Mai, ab 17 Uhr) im Rathaus vorgestellt werden. Anlass dazu war eine Anfrage von Ratsfrau Annette Kolley (SPD & Partner).