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Kommentar Hertie-Projekt: Im Kern kein Fortschritt

Meinung – Thomas Breuer | 24.05.2019, 21:25 Uhr

Das Warten geht weiter: Mehr als Pläne gibt es nicht für die Hertie-Immobilie.

Erleichterung, bestimmt auch Freude und die Genugtuung, dass sich der Einsatz gelohnt hat. Die Reaktionen bei den Gegnern eines Ausbaus der Parkplatzkapazitäten am Vorwerk, sie liegen auf der Hand. Die der Geschäftsleute im Umfeld auch: Sie werden mit Enttäuschung zur Kenntnis nehmen, dass nicht kommt, was sie zum Teil vehement fordern, um einen Besuch der City für Autofahrer noch attraktiver zu machen.

Stillstand beim eigentlichen Projekt

Der Pflock mit dem Aus für das Parkraum-Projekt, er ist eingeschlagen. Bei der Hertie-Immobilie hingegen stehen die Zeichen weiter auf Stillstand. Das, was der Politik jetzt hinter verschlossenen Türen noch einmal vor Augen geführt wurde, war offenkundig nicht mehr als der Stand von vor zwei Monaten. Gewerbe, Wohnen und Pflege unter einem Dach, das klingt ja gut. Aber ist die Idee mit der Passage wirklich die richtige? Sie muss schon etwas zu bieten haben, um eine echte Alternative zur gewohnten Kirchstraße zu sein.

Eine bezahlbare Option?

Die Planskizzen des Hertie-Investors belegen indes, dass auch er sich Gedanken gemacht hat. Parken unter der Erde nicht nur unterm Hertie-Haus, sondern auch unter der Fläche des abgerissenen Hertie-Parkhauses, das ist für ihn eine Option. Hoffentlich eine bezahlbare.