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Wehrpflicht auf dem Prüfstand Delmenhorster diskutieren allgemeine Dienstpflicht

Von Kai Hasse | 10.08.2018, 12:45 Uhr

. Eine Wehrpflicht oder Dienstpflicht im Gemeinwesen soll als Ziel in das Grundsatzprogramm der CDU. Die Diskussion ist aufgeflackert. Mehrere Delmenhorster sind dafür, Axel Jahnz ist skeptisch.

Seit 2011 besteht keine Wehrpflicht mehr – und somit auch kein Ersatzdienst als Zivildienstleistender. Das könnte sich ändern – innerhalb der Bundes-CDU wird eine Wiederaufnahme in das Grundsatzprogramm diskutiert. Delmenhorster aus Politik, Gemeinwohl oder Militär sprechen sich zumeist dafür aus.

Jahnz sieht Dienst an der Waffe kritisch

Alternativ zur Wehrpflicht wird auch eine allgemeine Dienstpflicht besprochen, die den Dienst nicht nur in der Bundeswehr, sondern auch in Hilfsorganisationen, im Gesundheitsbereich oder im Katastrophenschutz – für beide Geschlechter – umfasst. Der Delmenhorster CDU-Ratsherr Bastian Ernst spricht sich für die Wehr- oder Dienstpflicht aus, ebenso der scheidende Standortkommandeur der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne, Stephan Fey, oder Caritas-Geschäftsführer Peter Schmitz. Sie betonen, dass die Dienstpflicht nicht dazu dienen dürfe, um Personalengpässe zu stopfen. Oberbürgermeister Axel Jahnz sieht zumindest den Dienst an der Waffe kritisch. Heutige Einsätze der Bundeswehr würden jahrelanges Training erfordern, sagt er.