Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

100 Gäste in Mevlana-Gemeinde Viele Flüchtlinge feiern Iftar-Mahl in Düsternort mit

Von Sonia Voigt | 28.05.2017, 20:13 Uhr

Den Beginn des Fastenmonats Ramadan haben die islamischen Gemeinden der Stadt am Samstag gefeiert. Über 100 Gemeindemitglieder und Gäste haben allein in der Mevlana-Moschee an der Breslauer Straße beim Iftar-Mahl das Fastenbrechen zelebriert.

Viele Flüchtlinge erlebten mit, wie Imam Erhan Bahat mit Sonnenuntergang um 21.40 Uhr nach dem Abendgebetsruf die Essensausgabe eröffnete.

Gemeinde erfreut über Neuzugänge

„Im Vorjahr waren es nur 70 bis 80 Gäste, jetzt über 100, darunter viele Flüchtlinge, die inzwischen in unserer Nähe wohnen“, freute sich Eyüp Ertugrul vom Vorstand über Neuzugänge in der Mevlana-Gemeinde. „Unsere Kapazitäten waren ausgelastet“, bestätigt Ahmet Arslan, der für die Mevlana-Gemeinde die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt. Er betonte die Wichtigkeit des Fastenmonats Ramadan, der an die Übermittlung des Korans durch den Propheten Mohammed erinnert.

Fasten soll helfen, zu sich selbst zu finden

Jeder Erwachsene, der nicht aus gesundheitlichen oder anderen Gründen verhindert ist, faste tagsüber. „Das Fastenbrechen feiern wir bis zum Ramadanfest jeden Freitag, Samstag und Sonntag mit einem Iftar-Mahl“, sagte Arslan. Beim Fasten gehe es nicht nur um den Verzicht auf Essen und Trinken. „Es ist eine Möglichkeit, zu sich selbst zu finden, auch in beruflichen und sozialen Dingen“, erklärt Arslan. Spenden an Bedürftige gehören dazu.

Dreitägiges Ramadan-Fest ist der Höhepunkt

„Der Ramadan ist für uns ein sehr wichtiger Monat, in dem wir jeden Abend zusammenkommen, um zu beten und uns auszutauschen“, sagt auch Ertugrul. Höhepunkt ist das dreitägige Ramadan-Fest ab dem 24. Juni, das ähnlich dem christlichen Weihnachtsfest mit Familientreffen, Geschenken und Leckereien gefeiert wird.