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110 Gäste im Delmenhorster Verlagshaus dk-Neujahrsempfang mit Aufruf zu mehr Selbstbewusstsein

Von Thomas Breuer | 08.01.2018, 17:25 Uhr

Mit einem Aufruf zu mehr Selbstbewusstsein, was den Blick der Delmenhorster auf Delmenhorst betrifft, ist der Immobilienexperte Andreas Vogler beim dk-Neujahrsempfang aufgetreten.

„Wofür für muss man sich hier in der Stadt schämen?“ Mit dieser aufrüttelnden Frage hat Andreas Vogler am Montagvormittag beim 31. Neujahrsempfang des Delmenhorster Kreisblatts einen Aufruf zu einem neuen Selbstbewusstsein der Delmenhorster Bevölkerung verbunden. Der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Kristensen Invest, die inzwischen mehrere Häuser in der Innenstadt gekauft und herausgeputzt hat, nutzte die Gelegenheit, vor 110 Vertretern des öffentlichen Lebens auf die nach seiner Einschätzung zahlreichen Vorteile einer Ansiedlung vor Ort aufmerksam zu machen.

Plädoyer für ein Parkdeck am Vorwerk

Im Vergleich etwa zu Bremen seien die Mietpreise auch für den Handel spürbar günstiger. Für die Attraktivität der gesamten City sei es aber unabdingbar, neuen Parkraum an der östlichen Fußgängerzone zu schaffen. Vogler sprach sich konkret für das umstrittene Parkdeck am Vorwerk aus, das sich in die örtlichen Gelegenheiten gut einfügt.

„Der grundlegende Wandel in der Zeitungsbranche ist vergleichbar mit den strukturellen Veränderungen in der Innenstadt“, hatte Frank Dallmann, Geschäftsführer von DK Medien, eingangs zum Vortragsthema hingeführt. Dabei verwies er auf die stetig wachsenden Leistungen der Redaktion im Online-Bereich, „ohne die gedruckte Zeitung zu vernachlässigen“.

„Das ist mit sehr viel Weitsicht geplant“

Zeitgemäß präsentiert sich nach Voglers Worten inzwischen die Fußgängerzone etwa dadurch, dass die überwiegende Zahl der Geschäfte inzwischen barrierefrei zu reichen sei. „Das ist mit sehr viel Weitsicht geplant und sehr schön geworden“, so der Immobilienexperte. Unverzichtbar für den künftigen Erfolg der City sei aber ein Mehr an Aufenthaltsqualität. Vogler sieht vor allem einen höheren Bedarf an Gastronomie, die zum Verweilen und in der Folge das Laufpublikum zu Spontankäufen einlädt.

An Hertie hängt es immer noch

Er sagte aber auch: „Hertie ist ganz sicher ein Faktor für den künftigen Erfolg unserer Stadt.“ Mit dem dortigen Investor Werner Uhde, dem er großes Lob für seine Arbeit zollte, tausche er sich regelmäßig aus. Uhde selbst konnte am Rande des Empfangs noch keinen neuen Stand zu einer möglichen Vermietung der inzwischen weitgehend entkernten Immobilie vermelden.

Inkoop-Geschäftsführer Bernd Oetken, der in der Innenstadt den Verbrauchermarkt Koopje betreibt, wünscht sich endlich ein Signal, dass bei Hertie etwas Neues entsteht: „Das wäre psychologisch wichtig.“