Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

15.000 Euro für Projekte Kreative Ideen für Delmenhorster Wollepark

Von Merlin Hinkelmann | 01.09.2017, 09:28 Uhr

Die Mosaikskulptur vor dem Jugendhaus „Hütte“ renovieren, Pflanzenkästen vor dem Nachbarschaftszentrum aufstellen und den neuen Spielplatz verschönern: In den nächsten Wochen und Monaten wird sich im Wollepark einiges tun.

Rund 20 Teilnehmer waren am Donnerstag im Nachbarschaftszentrum zusammengekommen, um im Rahmen eines Workshops über die Zukunft des Wolleparks zu diskutieren. Anlass war der neue Verfügungsfonds „Wollepark“: Durch Städtebaufördermittel stehen dem Wollepark ab sofort 15.000 Euro jährlich für verschiedenste Projekte zur Verfügung. Ziel ist, das nachbarschaftliche Engagement zu stärken und neue Ideen unbürokratisch und schnell umzusetzen. „Jeder, der sich für den Wollepark engagiert, kann einen Antrag einreichen – Voraussetzung ist, dass die Projekte im Sanierungsgebiet stattfinden und die Bewohner davon profitieren“, erklärte Quartiersmanagerin Erika Bernau.

Kinder können Zaunlatten auf neuem Spielplatz gestalten

In diesem Sinne haben die Teilnehmer am Donnerstag gleich die ersten Anträge bewilligt. So soll die ramponierte Mosaikskulptur vor dem Jugendhaus „Hütte“ wieder zu neuem Leben erweckt werden. In einer Herbstferienaktion werden Kinder und Jugendliche die Skulptur, sozusagen ein Schutzpatron für die „Hütte“, neu gestalten. Außerdem ist geplant, auf dem Vorplatz des Nachbarschaftszentrums, links und rechts von der Eingangstür, zwei Pflanzenkästen aufzustellen und mit Küchenkräutern und Blumen zu bepflanzen. Auch auf dem neuen Spielplatz Am Wollepark soll sich etwas tun: Kinder haben bei der Einweihung des Platzes am 27. September die Möglichkeit, eigene Zaunlatten am Eingangsbereich zu bemalen.

Dem Wollepark fehlt „eigenes Gesicht“

Die Workshop-Teilnehmer tauschten sich auch ganz allgemein über den Wollepark aus, über Wünsche, über Ziele, über Probleme. Lob gab es durchweg für die „große Solidarität und Hilfsbereitschaft“ unter den Bewohnern und für das „bunte und lebendige Zusammenleben“. Das gehe bei „all den negativen Schlagzeilen über den Wollepark“ häufig unter, wie Lutz Gottwald von der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe betonte. Gleichwohl äußerten die Teilnehmer auch Kritik: Zu wenig Angebote im Bereich Beschäftigung und Qualifizierung, kein Kiosk, laute Nachbarn, zu viel Müll. Zudem sprach man sich einhellig für mehr Kinderbetreuungsangebote und mehr Sprachkurse aus. Ein weiterer Diskussionspunkt: das kulturelle Leben im Quartier. „Dem Wollepark fehlt ein eigenes Gesicht“, so drückte sich Gernot Witt, Leiter des Jugendhauses „Hütte“, aus. Als Beispiel nannte Witt Bands und Theatergruppen. Die gebe es hier schlicht und einfach nicht.