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19.000 Flohmarktfans in Hasbergen Hökermarkt bietet Dorfidylle für die Massen

Von Sonia Voigt | 28.08.2016, 20:00 Uhr

Auf rund 19.000 schätzt der Vorsitzende des Hasberger Verkehrsvereins die Besucherzahl beim Hökermarkt 2016. Uwe Dähne freut sich über den „sehr guten, entspannten Verlauf“, warnt aber auch, die Organisatoren stießen an organisatorische Grenzen.

Der erste Parkplatz ist schon zum Auftakt voll, Flohmarktfans schieben sich in Scharen zwischen den Hasberger Höfen, der St.-Laurentius-Kirche und dem alten Schulgebäude hindurch – Dorfidylle als Massenvergnügen. „Wenn das Wetter so gut ist, kommen auch die Leute von weiter her“, weiß Uwe Dähne, Vorsitzender des Hasberger Verkehrsvereins . Auf 19.000, noch einmal mehr als die 18.000 im verregneten Vorjahr, schätzt er die Besucherzahl. Alle 420 Stände sind ohnehin schon länger fest vergeben. „Es läuft sehr gut und entspannt, obwohl schon sehr früh so viele Leute da waren“, sagt Dähne.

Flohmarktfreunde aus Cloppenburg und Brake stöbern mit

Die Kennzeichen auf den Parkplätzen am Horster Weg und dem noch größeren Am Südfeld zeigen, dass sich neben Delmenhorstern tatsächlich auch Bremer und Oldenburger, Cloppenburger und Braker auf den Weg in Delmenhorsts dörflichsten Stadtteil gemacht haben. Neben Dachbodenfunden wie alten Ölschinken und Tretrollern erwarten sie auch fast neues Kinderspielzeug, selbstgekochte Marmelade – und reichlich „Gastronomie“. „Das haben wir ausgeweitet“, erklärt Dähne. Es gibt Bratwurst, Fischbrötchen und Eis. Anwohner verwandeln ihre Höfe in Cafés und servieren frische Waffeln. Und die zunächst im Ort untergebrachten Flüchtlinge bieten Fingerfood an.

Viele Akteure aus dem Dorf arbeiten mit

„Die Zusammenarbeit mit allen Akteuren klappt hervorragend, wir sind ein eingespieltes Team“, betont der Verkehrsvereins-Vorsitzende. Denn neben der Handvoll das ganze Jahr mit dem Hökermarkt beschäftigter Ehrenamtlicher hatte der Verkehrsverein gestern ein Dutzend weiterer Helfer im Einsatz und auch die Kirchengemeinde, der Förderverein der Schule und die Dörfergemeinschaft trugen mit Ständen zum Gelingen bei. Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr und Polizei sorgten für die Sicherheit der Flohmarktgänger. „Und die Stadt hat angeboten, künftig beim Transport der Beschilderung zu unterstützen“, erklärt Dähne. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung, denn: „Wir stoßen ansonsten langsam an unsere organisatorischen Grenzen.“

Hökermarkt schon seit 25 Jahren im Ort

Die Flohmarktfans vor und hinter den Tapeziertischen merken davon allerdings wenig und kommen vielfach schon seit Jahren zum Hasberger Hökermarkt. „Einmal Hasbergen, immer Hasbergen“, sagen Katja und Ute Gschwander aus Kirchweyhe. Eigens für den Hökermarkt ziehen sie zahlreiche Basilikumpflanzen groß und sammeln das ganze Jahr Flohmarktschätze für ihren Stand. „Atmosphäre schön, Publikum gut – alles passt“, sagt das Mutter-Tochter-Gespann und freut sich über den tollen Auftakt bei der gestrigen Auflage des Marktes.

Gäste schätzen private Anbieter

Auch Jennifer und Margrit Krüger kommen schon seit Jahren aus der Nähe von Wildeshausen zum Hasberger Trödelmarkt, allerdings nicht als Verkäufer, sondern als Schnäppchenjäger. „Der Bollerwagen hat sich bewährt“, sagen sie und zeigen ihr schon kurz nach Marktbeginn prall gefülltes Gefährt. Deko für den Garten, Anziehsachen, von allem etwas sei darin. „Wir freuen uns, dass hier keine Händler, sondern ganz normale Leute ihre Sachen anbieten“, sagt Jennifer Krüger.