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270 Einsatzkräfte dabei Katastrophenübung in Delmenhorst erfolgreich beendet

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 20.05.2017, 21:44 Uhr

Die große Katastrophenschutzübung „Seefalke“ hat am Samstag 270 Einsatzkräfte in Delmenhorst beschäftigt. Ziel war vor allem, die Vorteile des neuen Digitalfunks zu testen.

Die Lage war dramatisch am Samstag in Delmenhorst: Ein Flugzeugabsturz und ein Zugunglück im Stadtgebiet forderten die Rettungskräfte. Dazu kamen auch noch ein entgleister Zug im Landkreis Oldenburg und eine Schiffshavarie in Brake. Schlimmer als es die Lage bei der Katastrophenschutzübung „Seefalke“ vorsah, hätte es eigentlich kaum kommen können.

Alle Aufträge abgearbeitet

Aber dennoch: Als die 270 Einsatzkräfte am späten Nachmittag auf dem Zurbrüggen-Parkplatz zusammenkamen, herrschte bei den Organisatoren große Zufriedenheit. „Unser Hauptziel, das Testen der Kommunikationsstruktur, war ein voller Erfolg. Die vorgegebenen Lagen wurden entsprechend den Aufträgen abgearbeitet“, sagte Gerd Klemusch von der Stadt Cuxhaven, die die Übung seit 15 Jahren ausrichtet.

Länderübergreifende Kommunikation möglich

Ziel sei es vor allem gewesen, die Vorteile des neuen Digitalfunks kennenzulernen und anzuwenden. Zu diesen Vorteilen gehört die problemlose Kommunikation zwischen verschiedenen Einheiten. „Der DLRG-Mann konnte mit dem Roten Kreuz sprechen, die Feuerwehr aus Schleswig-Holstein mit der Feuerwehr aus dem Saarland“, erklärte Klemusch. Erstmals seien alle Einheiten mit Digitalfunk ausgerüstet gewesen. In den Vorjahren hätten die Teilnehmer teilweise noch mit Leihgeräten ausgerüstet werden müssen.

Nicht alltägliche Dinge gelernt

Begleitet wurde die Übung von Fabian Amberge von der autorisierten Stelle für Digitalfunk Niedersachsen, die landesweit für die Technik zuständig ist. „Es ist wichtig, dass man die Funktionen in Übungen kennenlernt, damit man alle Funktionen und Möglichkeiten beherrscht“, erklärte er. Dies bestätigt Klemusch: „Es geht um die Dinge, die man sonst im Alltag nicht nutzt, wie der Kommunikation mit Einheiten aus anderen Bundesländern.“